Klassischer Sound der Westküste

Entspannter Folk-Rock ist ihr Markenzeichen: "High South" hat mit  "Peace, Love and Harmony" ein neues Album vorgelegt. Der für 25. März geplante Auftritt des Trios im Bensheimer Musiktheater Rex ist auf den Herbst verschoben.  Foto: Cargo Records

Das Bensheimer Konzert von "High South" wird verschoben, aber das neue Album "Peace, Love and Harmony" bietet Trost.

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. BensheimundefinedWir brauchen ein bisschen Frieden, Liebe und Harmonieundefined: Nicht nur diese Botschaft klingt nostalgisch, bei undefinedPeace, Love and Harmonyundefined, dem Aufmacher und Titelstück des von Cargo Records vertriebenen Albums von undefinedHigh Southundefined. Dieses Trio erinnert mit Gitarrensounds und vor allem mit sattem Mehrstimmen-Satzgesang immer wieder an Supergruppen der siebziger Jahre, wie undefinedPocoundefined, undefinedCrosby, Stills, Nash & Youngundefined und die undefinedEaglesundefined. Das Konzert der Band im Bensheimer Musiktheater Rex, geplant für 25. März, ist nun auf den Herbst verschoben; bis dahin können sich die Freunde von undefinedHigh Southundefined mit dem gelungenen neuen Album trösten.

Das virtuose Blues-Harmonikaspiel von Frontmann Jamey Garner ist ein weiteres Markenzeichen der Band, zu der bei der Gründung anno 2010 noch die Songwriter Dillon Dixon und Marc Copely gehörten, vom Label Universal noch 2013 bei Erscheinen das Albums undefinedNowundefined mitgefeiert. Vom damaligen Quartett ist neben Garner noch Kevin Campos im Team, das inzwischen um den Songwriter Phoenix Mendoza erweitert unter eigenem Label arbeitet.

Bei fast jedem der 15 neuen Stücke hat auch Produzent Josh Leo mitgeschrieben und -gespielt, mit Gitarren, Mandoline und Bass. Im Dutzend der musikalischen Mitwirkenden entdeckt man die Steelgitarren-Virtuosen Dan Dugmore und John McFee (Doobie Brothers) und als Percussionisten Raul Maló, Frontmann der undefinedMavericksundefined. Und bei jedem der stilistisch durchaus unterschiedlichen Songs lassen sich Ähnlichkeiten mit Klassikern des folk-inspirierten Westcoast-Rock der siebziger Jahre ausmachen. So erinnert undefinedMake It Betterundefined nicht nur in den Textzeilen undefinedBeatles on a rooftop... peace and love and Woodstockundefined an diese Ära. Die springenden, kaskadierenden Gitarren-Licks in undefinedAll We Needundefined wirken fast wie kopiert aus undefinedVentura Highwayundefined, 1972 ein Hit für das legendäre US-Trio undefinedAmericaundefined aus dem Jahre 1972.

Übrigens startete auch der Erfolg von undefinedAmericaundefined - wie jetzt undefinedHigh Southundefined - zuerst in Europa. Schon musikalisch fast ein Klon, besingt undefinedHigh Southundefined wie damals undefinedAmericaundefined die US-Route Nummer 1/101, die sich von Kalifornien aus nordwärts an malerischen Szenerien der Pazifikküste entlangwindet, bis sie in einer Endlosschleife um die Olympische Halbbinsel des Bundesstaats Washington endet.

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undefinedGhost Townundefined zitiert im Titel ein Stück von undefinedPocoundefined aus dem Jahre 1982, im Text mit undefinedSin Cityundefined ein Werk der undefinedFlying Burrito Brothersundefined von 1969 und schließlich in der Stilistik undefinedLyin' Eyesundefined der undefinedEaglesundefined. undefinedChange In The Windundefined prunkt mit der Hookline von undefinedOne Step Over The Lineundefined, 1989 ein Schlüsselwerk der undefinedNitty Gritty Dirt Bandundefined. undefinedWhere We Areundefined klingt dermaßen täuschend ähnlich nach undefinedCrosby, Stills and Nashundefined, dass diese Säulenheiligen des Westcoast-Folkrock zweifeln könnten, ob sie denn diese Nummer doch nicht selbst irgendwann einmal gespielt hatten.

undefinedEverybody's Getting High On Somethingundefined feiert zu total entspannten Country-Klängen die Drogenseligkeit der Szene.