War's ein Werwolf?

aus Tatort & Polizeiruf 110

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Constanze Hermann (Barbara Auer) und Hanns von Meuffels (Matthias Brandt) auf Spurensuche.  Foto: BR/Claussen+Putz Filmproduktion GmbH/Christian Schulz

Von Conny SchneiderRauchen. Trinken. Rauchen. Trinken. Es gibt viele zähe Momente im neuen "Polizeiruf 110", dem elften Fall für den Münchener Kriminalhauptkommissar Hanns...

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. Von Conny Schneider

Rauchen. Trinken. Rauchen. Trinken. Es gibt viele zähe Momente im neuen "Polizeiruf 110", dem elften Fall für den Münchener Kriminalhauptkommissar Hanns von Meuffels (Matthias Brandt). Zu viele. Diese bilden einen scharfen Kontrast zu der an sich unheimlichen Handlung: Den Kommissar und seine Hamburger Kollegin Constanze Herrmann (Barbara Auer) beschäftigen gleich zwei Todesfälle – zwei Frauen, beide durch Bissspuren im Gesicht entstellt.

Beim ersten Fall stellt sich schnell heraus: Der Tod hatte eine natürliche Ursache, die Verstümmelungen stammen von der Katze der Toten, die ihr Frauchen post mortem angefressen hat.

Doch der zweite? Herrmann kennt die Tote, die Mitarbeiterin der Wellness-Entzugsklinik ist, in der die Kommissarin versucht, ihre Alkoholsucht in den Griff zu bekommen. In der Nacht, in der die Frau ums Leben kam, glaubt Hermann im Wald einer Werwolfsgestalt mit glühend roten Augen begegnet zu sein. Realität oder Wahnvorstellung?

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Christian Petzolds Polizeiruf "Wölfe" lebt nicht von seinem Fall, sondern von seinen Hauptdarstellern, von von Meuffels trockenem Humor ebenso wie von Herrmanns kläglichem Versuch, trocken zu werden. Durch das intensive Spiel der beiden wird der Fall jedoch zunehmend zum Randgeplänkel.