Unterm Berg plätschert die Story dahin

aus Tatort & Polizeiruf 110

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Ein Mordfall ohne Leiche – für Eisner (Harald Krassnitzer) und Fellner (Adele Neuhauser) hat ihr Beruf immer noch Überraschungen parat. Foto: ARD Degeto/ORF/Graf Film/Helga Rader

Von der Hauptstadt aufs Land: Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) sind zum Außeneinsatz verdonnert worden.

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. Der Fall führt die Wiener Kommissare nach Kärnten. Hubert Tribusser (Christoph von Friedl), der Leiter eines namhaften Sägewerks, galt als vermisst, bis ein Teil von ihm wieder auftaucht: sein Schulterimplantat. Die Leiche des Mannes wurde im werkseigenen Hochofen verbrannt. Verdächtige gibt es viele: in der eigenen Familie, unter den wechselnden Liebschaften, den Mitarbeitern, in der Nachbarschaft. Wer ist käuflich, wer mit wem verbandelt, wer von wem abhängig?

Eisner trifft bei den Ermittlungen auf einen alten Bekannten, den er in seiner zu Schau gestellten großstädtischen Überheblichkeit zunächst gar nicht wiedererkennt: seinen alten Kollegen, den dortigen Polzeichef Alois Feining (Karl Fischer). Bier, Kickertisch und "Rolling Stones" bringen die beiden einander wieder näher. Eher zum Missfallen von Fellner.

Es ist leider nichts herausragend im neuen ORF-"Tatort" "Baum fällt" - mit Ausnahme des bildgewaltigen Großglockners. Aber vermutlich wäre so manche Kärntner Landschaftsdoku deutlich spannender gewesen als dieser dahinplätschernde Krimi unter Regie von Nikolaus Leytner. Selbst Eisner und Fellner sind in ihren Dialogen diesmal eher antriebslos und uninspiriert unterwegs. Schade eigentlich, denn wer die Wiener kennt, weiß: Da ist mehr drin. (Conny Holtfoth)

Das Erste zeigt den "Tatort: Baum fällt" am Sonntag, 24. November, um 20.15 Uhr.