Trister Abschied

aus Tatort & Polizeiruf 110

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Borowski (Axel Milberg) und Brandt (Sibel Kekilli) ermitteln zum letzten Mal gemeinsam.   Foto: NDR/Christine Schroeder

Von Kirsten Ohlwein"Borowski und das Fest des Nordens" heißt der neue "Tatort" aus Kiel – eine Anspielung auf die Kieler Woche, von der man aber 90 Minuten lang so...

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. Von Kirsten Ohlwein

"Borowski und das Fest des Nordens" heiß;t der neue "Tatort" aus Kiel – eine Anspielung auf die Kieler Woche, von der man aber 90 Minuten lang so gut wie nichts sieht. Auch sonst ist der Fall, den die beiden Kommissare Klaus Borowski (Axel Milberg) und Sarah Brandt (Sibel Kekilli) lösen müssen, allenfalls ein Fest der Gewalt, richtig festlich wird es aber bis zum Schluss nicht. Der Täter ist dem Zuschauer von Beginn an bekannt, wir begleiten Borowski und Brandt also bei ihrer eigenen sehr langen Suche nach dem Mörder.

Es beginnt damit, dass die beiden in einer leerstehenden Wohnung eine auf heimtückische Weise erschlagene junge Frau finden. Im Laufe der Ermittlungen wird klar, dass die Polizei es mit einem skrupellosen Täter zu tun hat, der äuß;erst gewaltbereit ist. Die Geschichte baut an den richtigen Stellen Spannung und auch Furcht auf, doch vieles bleibt bis zum Schluss zu konstruiert.

Hinzu kommt das Ärgernis, dass viele Dialoge kaum zu verstehen sind, da entweder der Ton schlecht abgemischt wurde oder das gesprochene Wort selbst zu schlecht zu verstehen ist.

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Auch der teilweise an den Haaren herbeigezogene Konflikt zwischen Borowski und Brandt (es ist Kekillis letzter Fall) macht keinen Spaß; und wirkt völlig überzeichnet. Schade, man hätte Kekilli einen besseren Abgang gewünscht.

Ebenso schade, dass mit einem vergleichsweise schwachen "Tatort" nun die Sommerpause der Reihe beginnt.

Das Erste zeigt den "Tatort: Borowski und das Fest des Nordens" am Sonntag, 18. Juni, um 20.15 Uhr.