Starker Abgang

aus Tatort & Polizeiruf 110

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Am Ende: Odenthal (Ulrike Folkerts) und Kopper (Andreas Hoppe).  Foto: SWR/Roland Suso Richter

Von Kirsten OhlweinArrivederci, Mario Kopper (Andreas Hoppe)! Der Kommissar aus Ludwigshafen hat am Sonntagabend im nach ihm benannten "Tatort" nach 21 Jahren seinen letzten...

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. Von Kirsten Ohlwein

Arrivederci, Mario Kopper (Andreas Hoppe)! Der Kommissar aus Ludwigshafen hat am Sonntagabend im nach ihm benannten "Tatort" nach 21 Jahren seinen letzten Einsatz als Kollege von Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) – und wird natürlich direkt in den Kriminalfall verwickelt.

Der Polizist trifft nach vielen Jahren seinen Jugendfreund Sandro (Michele Cuciuffo) wieder, der richtig in der Tinte sitzt. Als die beiden sich abends bei einem Bier austauschen, wird Sandro angegriffen. Kopper greift zur Waffe und erschieß;t den Unbekannten, Sandro flieht. Parallel dazu ermitteln Lena und Johanna Stern (Lisa Bitter) in der JVA, wo sich ein Mafia-Zeuge das Leben genommen hat.

Mario Kopper steckt 90 Minuten lang zwischen Mafia, Schuldgefühlen, dem eigenen Gewissen und seiner Freundschaft zu Lena, die auf der Kippe steht. Autor Patrick Brunken hat Andreas Hoppe zum Abschied ein beeindruckendes Stück auf den Leib geschrieben. Die Geschichte ist intensiv, traurig und bringt den richtigen Abgang für den stets etwas muffig wirkenden, unzufriedenen Kopper.

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Leider sind einige Entscheidungen, die der Odenthal-Sidekick trifft, nicht nachvollziehbar, was dafür sorgt, dass das Mitgefühl an manchen Stellen ausbleibt. Ausgerechnet da, wo es nötig wäre.