Spukige Zeitreise

aus Tatort & Polizeiruf 110

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Dr. John Watson (Martin Freeman, li.) und Sherlock Holmes (Benedict Cumberbatch) befinden sich im Jahr 1895.  Foto: ARD Degeto/BBC/Hartswood Films

Von Markus EngelhardtEs spukt in London. Angeblich treibt ein mordendes Gespenst sein Unwesen, der Geist einer toten Braut. Natürlich gibt es nur einen, der sich dieses...

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. Von Markus Engelhardt

Es spukt in London. Angeblich treibt ein mordendes Gespenst sein Unwesen, der Geist einer toten Braut. Natürlich gibt es nur einen, der sich dieses Rätsels annimmt: Meisterdetektiv Sherlock Holmes (Benedict Cumberbatch). Denn wir schreiben das Jahr 1895, und Holmes gilt als einer der klügsten Köpfe seiner Zeit.

Moment - 1895? Fans der britischen Serie "Sherlock" werden sich wundern, schließlich hat die BBC die Abenteuer des Ermittlers und seines Freundes Dr. John Watson (Martin Freeman) vor sechs Jahren generalüberholt und in die Moderne verlagert. Nikotinpflaster statt Pfeife, Smartphone statt Lupe - derlei frevelhafter Umgang mit dem Erbe des Autors Arthur Conan Doyle wurde zurecht mit Lob seitens der Kritiker und der Zuschauer überhäuft. Und mit etlichen Fernsehpreisen obendrein.

Nun aber scheint die Zeit zurückgedreht, denn das Special "Die Braut des Grauens" spielt im viktorianischen Zeitalter. Warum, weshalb und was überhaupt los ist, soll an dieser Stelle nicht verraten werden, um die Spannung zu bewahren. Nur soviel: Einschalten lohnt sich, für "Sherlock"-Anhänger wie für Freunde der klassischen Holmes-Abenteuer. Denn einmal mehr ist nichts so, wie es scheint. Bis auf das Drehbuch von Steven Moffat ("Doctor Who") und die Leistungen der Darsteller um Cumberbatch und Freeman - die sind nämlich gewohnt gut. Eine Warnung noch für alle, denen nach österlicher Stimmung ist: Es geht gar grauslich zu im nebeligen London der vorletzten Jahrhundertwende ...