Klamauk zum Fest

aus Tatort & Polizeiruf 110

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Dorn (Nora Tschirner), Gobi (Jürgen Vogel, M.) und Lessing (Christian Ulmen) gehen in den Untergrund.  Foto: MDR/Wiedemann & Berg/Anke Neugebau

Von Markus EngelhardtDer dreifache Frauenmörder Gotthilf Bigamiluschvatokovtschvili, genannt Gobi (Jürgen Vogel), bricht fünf Jahre nach seiner Verurteilung aus der...

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. Von Markus Engelhardt

Der dreifache Frauenmörder Gotthilf Bigamiluschvatokovtschvili, genannt Gobi (Jürgen Vogel), bricht fünf Jahre nach seiner Verurteilung aus der forensischen Psychiatrie aus. In der Folge kommt es zu weiteren Tötungsdelikten – offenbar ist der Straftäter auf einem Rachefeldzug. Ein Fall für Dorn (Nora Tschirner) und Lessing (Christian Ulmen), Partner im privaten wie im beruflichen Leben und mit allen Wassern gewaschene Kripo-Beamte.

Hat seine Verlobte Mimi Kalkbrenner (Jeanette Hain) dem Killer zur Flucht verholfen? Und ist der wüste Gobi vielleicht kein skrupelloser Mörder, sondern das Opfer einer Verschwörung? Treibt gar ein "Trittbrettwürger" sein Unwesen in Weimar? Die Spur führt in höchste Kreise – und buchstäblich in den tiefsten Untergrund.

Einmal mehr gehen die Weimarer "Tatort"-Ermittler dahin, wo's weh tut. Anders als bei den Kollegen in Münster kommt der Witz der alljährlichen Weihnachtsmörderjagd nicht besonders subtil daher, dafür an den richtigen Stellen staubtrocken und oft aus der Situation heraus. Nicht nur bei der Benennung des neuen humoristischen Falls (diesmal besonders schmerzfrei) bleibt das Team sich treu. Längst sind Lessing und Dorn ein wichtiger Teil der groß;en "Tatort"-Familie. Die Reihe bietet eben Platz für alle möglichen Interpretationen und Experimente – auch für einen klamaukigen Fernsehkrimi am Rande der Parodie.

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Man freut sich auf den Auftritt der beiden Chaoten wie auf das Fest der Liebe. Und ähnlich wie bei diesem mag mancher denken: Einmal im Jahr reicht aber völlig.