Ausflug in den Problemkiez

aus Tatort & Polizeiruf 110

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Zähe Angelegenheit: Borowski (Axel Milberg) befragt die Gang.  Foto: Schroeder/NDR

VON BRITTA SCHIENBEIN"Borowski, Kripo Kiel": Die "Tatorte" aus dem hohen Norden standen in letzter Zeit besonders für innovative Krimi-Konzepte. Damit kann "Borowski und die...

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. VON BRITTA SCHIENBEIN

"Borowski, Kripo Kiel": Die "Tatorte" aus dem hohen Norden standen in letzter Zeit besonders für innovative Krimi-Konzepte. Damit kann "Borowski und die Kinder von Gaarden" nicht dienen - in diesem klassischen Whodunit steht die Suche nach dem Täter, der den "Hartzer" Onno Steinhaus erschlagen hat, im Vordergrund. Der Ausflug ins Kieler Problemviertel Gaarden trägt jedoch nur mühsam über 90 Minuten. Während Ermittlerin Sarah Brandt (Sibel Kekilli), die den etwas eigenwillig agierenden Kiez-Polizisten Torsten Rausch (Tom Wlaschiha) aus Kindertagen kennt, diesem mittels teenagerhafter Trinkspielchen diverse Informationen zu entlocken versucht, arbeitet sich Klaus Borowski (Axel Milberg) an den mit allen Wassern gewaschenen Kids des Milieus ab. Diese gingen bei Steinhaus, der wegen Kindesmissbrauchs vorbestraft war, ein und aus - gesehen haben will niemand etwas.

Nach anderthalb Stunden solider Krimikost und einem Einblick in die trostlose Welt am unteren Rand der Gesellschaft ist der Täter gefasst - und die Hoffnung bleibt, dass Borowski in Zukunft wieder in anderen Dimensionen ermitteln darf.

Das Erste zeigt den "Tatort: Borowski und die Kinder von Gaarden" am Sonntag (29. März) um 20.15 Uhr.