Auf der Reeperbahn abends um kurz nach acht

aus Tatort & Polizeiruf 110

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Egon Pohl (Christian Redl, v.l.) mit Falke (Wotan Wilke Möhring) und Grosz (Franziska Weisz) sowie Carolin Sehling (Deborah Kaufmann). Foto: NDR/Christine Schroeder

Ein Mord im Hamburger Rotlicht-Milieu: Ein rumänischer Teenager ersticht Johannes Pohl, den Sohn einer einstigen Kiez-Größe. Für die Bundespolizisten Thorsten Falke (Wotan...

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. In den Fokus geraten dabei die albanischen Zuhälterbanden, die auf St. Pauli mittlerweile das Geschehen bestimmen und auch den "Love Dome" der Pohls übernehmen wollen. Für Falke entpuppt sich der Fall zu einer Reise in die Vergangenheit, denn er trifft bei den Ermittlungen auf einen alten Bekannten: Michael Lübke (Michael Thomas), der ihn einst zu seiner Zeit als jugendlicher Türsteher an das raue Leben auf der Reeperbahn herangeführt hat. Was Falke nicht weiß: Lübke hat den jungen Mörder aufgespürt und unter seine Fittiche genommen.

Es ist nichts mehr, wie es war. Das ist der rote Faden, der sich durch den gesamten "Tatort: Die goldene Zeit" (Regie: Mia Spengler) zieht. Sei es auf dem Kiez, wo vom einstigen vermeintlichen Ehrenkodex nichts mehr zu spüren ist, seitdem er zur Schaufläche von Bandenkriegen verkommen ist. Oder sei es bei Falkes Sohn (Levin Liam), der mittlerweile im Arbeitsleben angekommen ist und unerwartet spießige Sitten an den Tag legt. Oder sei es das Verhältnis zwischen Falke und Grosz, das inzwischen regelrecht harmonisch-angepasst daherkommt.

Keine goldene Zeit für den "Tatort"-Zuschauer: viel Geplänkel, wenig Spannung. Das einzig Bemerkenswerte: die sich langsam anbahnende Bindung zwischen dem alten Haudegen Lübke und jungen Mörder. (Conny Holtfoth)

Das Erste zeigt den "Tatort: Die goldene Zeit" am Sonntag, 9. Februar, um 20.15 Uhr.