Kultur trotz Corona: „Mainzer Kunst Galerie“ öffnet wieder

Aktuell sind in der Galerie Werke von Clemens Büntig zu sehen. Archivfoto: Mainzer Kunst Galerie

Los geht es am 25. April unter strengen Sicherheitsauflagen. Besucher können vor Ort auch für die regionale Hilfsinitiative „Kultur Akut Mainz“ spenden.

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MAINZ. Das Mainzer Kulturleben nimmt vorsichtig wieder Fahrt auf: Samstag öffnet die „Mainzer Kunst Galerie“ im Weihergarten 11 wieder ihre Pforten. Das gaben Christian und Susanne Vahl, die die Galerie betreiben, am Mittwoch bekannt.

Möglich wird die Wiederöffnung durch die seit Montag geltenden Lockerungen in der Corona-Krise – trotzdem hätten sie sich vor der Entscheidung sehr genau über die Corona-Lage in Mainz informiert, sagt Christian Vahl, der hauptberuflich als Professor an der Mainzer Unimedizin tätig ist.

Los geht es am Samstag, im engen Zeitfenster zwischen 11 und 13.30 Uhr, denn auch unter strengen Sicherheitsvorkehrungen: „Es dürfen immer nur zwei Personen gleichzeitig in die Galerie, und auch dann nur mit Mundschutz“, sagt Vahl. Auf ihren Einlass warten können Besucher draußen, im geschützten Stephanienhof hinter der Galerie. „Dazu stellen wir Sitzgelegenheiten im sicheren Abstand von zwei Metern zueinander bereit“, sagt Vahl. Er hofft, dass es so dennoch auch zu Kommunikation zwischen den Wartenden kommt, denn: „Kultur lebt vom Austausch, von Gesprächen“.

Hilfsbündnis hat schon 15 000 Euro ausgezahlt

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Neben der Möglichkeit, sich die aktuelle Schau mit Werken von Clemens Büntig anzusehen, haben Besucher die Gelegenheit, direkt vor Ort für „Kultur Akut Mainz“ zu spenden. Die Ende März von Rechtsanwalt Kai Hußmann ins Leben gerufene und von Vahl unterstützte Initiative für die regionale Kulturszene hat bisher 18 000 Euro sammeln können, 15 000 davon wurden bereits an die mehr als 30 Antragssteller ausgezahlt. Aber das soll nur der Anfang sein: „Egal ob ein Euro oder mehr, jeder Betrag ist willkommen“, sagt Vahl.

Am Freitag, 1. Mai, und den folgenden Tagen soll es in der Galerie dann mit einer Arbeit von Ulrike Bohnenstiel weitergehen, die bereits in Wiesbaden zu sehen war. „Eine unglaublich charmante Performance“, sagt Vahl, die sich mit den Schwierigkeiten der Kommunikation und den Nöten von Singles beschäftigt – was beides in der Corona-Krise ja nur noch akuter geworden ist.

Von Johanna Dupré