Zwei Teams mit einem Ziel

Als Hessenmeister zur DM-Zwischenrunde: Die weibliche Hockey-A-Jugend des RRK um (von links, oben) Trainer Christian Zimmermann, Linda Schneider, Nina Minawsky, Nicole Baumgärtner, Maike Pinger, Kara Tiedtke, Stella Tegtmeier, Pauline Heinz, Anna Stumpf, Marie Sommer, Trainer Norman Hahl sowie (unten) Franka Wolf, Viktoria Zimmermann, Laura Starz, Vanessa Keller, Paula Großmann, Marie Milde, Nadine Büttner und Lea Sack setzt sich zuversichtlich nach Mülheim in Bewegung. Foto: Vollformat/André Dziemballa  Foto: Vollformat/André Dziemballa

Während es im männlichen Hockeynachwuchsbereich des Rüsselsheimer RK zumindest in den älteren Jahrgängen alles andere als gut läuft, sind die beiden ältesten weiblichen...

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RÜSS. Während es im männlichen Hockeynachwuchsbereich des Rüsselsheimer RK zumindest in den älteren Jahrgängen alles andere als gut läuft, sind die beiden ältesten weiblichen Jahrgänge auf Erfolgskurs. Sowohl die A-Jugend (Jahrgänge 1999/2000) als auch die B-Jugend (2001/2002) sicherten sich den Hessentitel und dürfen sich am Wochenende inmitten der hessischen Herbstferien bei der Zwischenrunde zur deutschen Meisterschaft beweisen, wobei die Jüngeren sogar Heimrecht am Sommerdamm genießen.

Die A-Jugend wurde letztmals 2007 DM-Sieger, durch einen 1:0-Erfolg über TG Frankenthal. Dies eine Dekade später zu wiederholen, wäre eine große Überraschung, doch Christian Zimmermann tritt die Fahrt nach Mülheim durchaus zuversichtlich gestimmt an: „Wir sind personell sehr gut aufgestellt, fast alle meiner Spielerinnen gehörten zum Bundesligakader oder haben jetzt Erfahrung in der Zweiten Liga gesammelt, manche sogar in den Junioren-Nationalkadern. Entsprechend bin ich sehr optimistisch, dass unser Team stark genug ist, um zur DM-Endrunde zu kommen und auch dort etwas zu erreichen!“ Der RRK startet am Samstag im Halbfinale gegen den Norddritten Klipper Hamburg (12 Uhr); zuvor trifft Ausrichter Uhlenhorst Mülheim auf ASV München (10 Uhr). Die Sieger ermitteln am Sonntag ab 12 Uhr den Finalrunden-Teilnehmer.

Die weibliche B-Jugend des Ruderklubs kreuzt am Samstag (11 Uhr, Sommerdamm) mit NRW-Meister Rot-Weiß Köln die Schläger. Zwei Stunden später duellieren sich im zweiten Seminfinale ESV München und Club Raffelberg. Sollte es der Ruderklub ins Endspiel schaffen, ginge dieses am Sonntag (12 Uhr) über die Bühne; die bedeutungslose Partie um Platz drei wird um 10 Uhr angepfiffen. Hier liegt der letzte RRK-Triumph bereits 14 Jahre zurück (3:1 gegen den Großflottbeker THGC).

Abzuwarten bleibt, wie das von Trainer Volker Schädel betreute Team ohne die in die A-Jugend aufgerückten Nationalspielerinnen Pauline Heinz und Viktoria Zimmermann (für Polen) klarkommt. Bianca Heinz vom RRK-Spielausschuss bleibt hoffnungsfroh: „Dass die beiden Leistungsträgerinnen fehlen, verringert zwar unsere Chancen aufs Weiterkommen. Aber die WJB ist ein Team, das sehr kampfstark ist und niemals aufgibt.“ Je nach Ausgang der ersten Spiele in Mülheim und Rüsselsheim sind personelle Umschichtungen innerhalb der beiden Auswahlen sehr wahrscheinlich.