Vorbereitungen für das 25. Trebur Open Air laufen

Vom 28. bis zum 30. Juli zieht das Trebur Open Air wieder Musikfans aus allen Richtungen an. Die Veranstalter erwarten auch in diesem Jahr wieder mindestens einen so großen Zustrom, wie er im vergangenen Jahr auf unserem Foto festgehalten wurde. Archivfoto: Detlef Volk  Foto:

Bands aus Australien, den USA, Island, Deutschland und weiteren europäischen Ländern treten von Freitag, 28. Juli, bis Sonntag, 30. Juli, beim Trebur Open Air auf. Bereits zum...

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TREBUR. Bands aus Australien, den USA, Island, Deutschland und weiteren europäischen Ländern treten von Freitag, 28. Juli, bis Sonntag, 30. Juli, beim Trebur Open Air auf. Bereits zum 25. Mal veranstaltet die Gemeinde das Festival. In der ersten Juni-Woche starteten die Veranstalter mit dem Aufstellen großer Bauzäune, die mit Werbeplakaten auf das Musik-Festival aufmerksam machen. Und auch das Dekorations-Team, zuständig für die Atmosphäre auf dem Gelände, baut bereits Windspiele für die Bäume. In der „dicken Phase“ der Vorbereitung seien 40 Leute aktiv, erklärt Stefan Kasseckert, Leiter des Fachbereichs Soziales, Sport und Kultur.

Freier Eintritt für alle Anwohner

Das Trebur Open Air (TOA) ist eine Veranstaltung, die Kultur mit Kinder- und Jugendförderung verbindet. „Das Projekt ist mein Anteil, den ich in Jugend und Kultur habe“, betonte er. Seit März diesen Jahres befindet sich gegenüber des Festgeländes eine Flüchtlingsunterkunft. „Das wird uns keine Probleme bereiten. Und Parkplätze gibt es trotzdem ausreichend. Die meisten Besucher kommen sowieso aus der Region und nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel oder das Rad“, so Kasseckert.

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Letztes Jahr haben Flüchtlinge aus Astheim beim Auf- und Abbau geholfen. Der Leiter, dessen Fachbereich auch die Flüchtlingsbetreuung beinhaltet, erklärte, dass Flüchtlinge sich über eine Aufgabe und Verantwortung freuen würden und die Veranstalter auch dieses Jahr sowohl in der Astheimer als auch in der Treburer Unterkunft nach Helfern fragen würden. „Wie jedes Jahr sind die direkten Anwohner kostenlos auf dem Festival willkommen – auch die Flüchtlinge.“

Momentan läuft mit der Flyerverteilung die Werbung für das aktuelle Programm. Bereits über die Hälfte der Tickets seien verkauft. Wenn es so weitergehen würde, wären laut Kasseckert alle Karten noch vor dem Beginn vergeben. Rund 2 500 Festivalfans erwartet er, davon 300 bis 500 Tagesbesucher. Einige Stammgäste aus Nordrhein-Westfalen oder Bayern campen auf dem Gelände. Der Hauptteil aber käme aus dem Kreis sowie Darmstadt und Mainz.

Bisher stehen 30 Bands fest, die auf den drei Bühnen für Stimmung sorgen werden. „Am Ende werden 40 Bands spielen“, sagte Kasseckert. Neben den „Triggerfingers“ aus Belgien, die erneut dabei sind, treten auch „The Baseballs“ aus Berlin und die schwedische Blues-Rockband „Blues Spills“ als Headliner auf.

„Die „Triggerfingers“ waren 2012 ein echter Höhepunkt. Um sie war es ruhig geworden, und die Band wollte in diesem Sommer auch nicht auftreten. „Als wir trotzdem anfragten, haben sie sofort zugesagt“, freute sich der Leiter. Circa 300 Bands musste er kontaktieren, um am Ende das dreitägige Programm abwechslungsreich füllen zu können.

Foodtrucks folgen mit ihrem Angebot auf dem Gelände den aktuellen Trends: neben Zucchinispaghetti und Falafeln werden vegane Burger oder Pulled Pork geboten. „Es war echt schwierig, jemanden zu finden, der normale Bratwurst und Pommes verkauft“, gab Kasseckert zu und verwies auf einen Standbetreiber, der Wildsaubratwurst anbieten wird.

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Das Campinggelände, das so groß ist wie drei Fußballfelder, beherbergt im Festivalzeitraum knapp 1 500 Gäste mit ihren Zelten. Gutes Wetter sei daher das Wichtigste. „Regen ist bei Hitze auch mal willkommen“, so Kasseckert. Nur einen Sturm oder Gewitter wünscht er sich nicht.

Mit dem aktuellen Organisations- und Vorbereitungsstand ist er zufrieden. „Wir haben dieses Jahr unser Team erweitert. Wir haben mehr junge Leute eingebunden und ihnen Verantwortung übertragen. Es klappt trotzdem super“, erläuterte Kasseckert. Dann fügte er hinzu: „Mein Part ist abgeschlossen, sobald das Festival beginnt. Wenn alles klappt, habe ich ein relativ ruhiges Wochenende.“

Von Sophie Schott