Stöbern nach Lesestoff beim Hoffest der Mainzer Buchhandlung...

Zu ihrem Sommerfest zeigte die Buchhandlung „Erlesenes & Büchergilde“ den Gästen die neusten Lieblingsbücher. Beim Bücherflohmarkt konnte man selbst ein wenig stöbern. Foto: hbz/Stefan Sämmer  Foto: hbz/Stefan Sämmer

Auch wenn sich die Museumsnacht bereits verzogen hat: Die kunstvoll drapierten Leselandschaften und liebevoll bestückten Belletristik-Tische in der Neubrunnenstraße bleiben....

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MAINZ. Auch wenn sich die Museumsnacht bereits verzogen hat: Die kunstvoll drapierten Leselandschaften und liebevoll bestückten Belletristik-Tische in der Neubrunnenstraße bleiben. Mit einem Hoffest macht die Buchhandlung „Erlesenes & Büchergilde“ am Samstag auf ihr besonderes Angebot aufmerksam.

Vor dem großen Ansturm am Abend ist Silke Müller mit ihrem Team dabei, den Innenhof auszustatten, kleine Relaxzonen einzurichten. „Weinraumwohnung“ aus der Nachbarschaft und „Tans Küche“ aus Wiesbaden schreiben die letzten Schilder, „Frau Becker singt lecker“ (alias Cordula Becker, am Piano Johannes Steinbronn) testen Lautstärke und Mikro. Das Team von Silke Müller betreut im Laden die Kunden, die noch Bücher abholen, einfach auf ein Gläschen vorbeikommen oder ihre Kinder beim Kinder-Kreativ-Programm lassen und selbst ein wenig in den neuesten Büchern stöbern.

Silke Müller, die vor drei Jahren die Buchhandlung „Erlesenes & Büchergilde“ übernommen hat, freut sich, dass immer mehr Menschen erkennen, dass diese Buchhandlung nicht der Büchergilde gewidmet ist, wo man Mitglied werden muss und alle drei Monate ein Buch erwirbt, sondern dass der Schwerpunkt auf der Buchhandlung für Jedermann liegt.

Gesellschaftsdramen und Kindergeschichten

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Sie empfiehlt gern ihre Lieblingsbücher, wie Arthur Randt und seinen Roman „Marilyn“, ein Gesellschaftsdrama im New York der 1920er. Obwohl sich Marylin den Avancen Philips zu entziehen versucht, folgt er ihr nach New York. Dort kommen die beiden schließlich zusammen und beginnen ein glückliches, scheinbar sorgenfreies Leben im Jazz Age der Großstadt. Doch als Marylin ein Kind mit dunkler Hautfarbe zur Welt bringt, zerbricht Philips heile Welt in tausend Scherben.

In „Unsere Seelen bei Nacht“ von Kent Haruf geht es um Addie, eine Witwe von 70 Jahren, die bei ihrem Nachbarn Louis klingelt, der ebenfalls verwitwet ist. Sie macht ihm einen ungewöhnlichen Vorschlag: ob er nicht ab und zu bei ihr übernachten möchte? Louis lässt sich darauf ein, und sie erzählen sich ihr Leben. Doch ihre Beziehung weckt in dem Städtchen Argwohn und Missgunst.

Auch Kinder finden hier ihren Lesestoff, zum Beispiel „Die leise Luise“ von Renus Berbig mit Zeichnungen von Anke Kuhl.

Und wer dann noch nicht fündig wird, kann an diesem Tag auf dem Büchertisch der „LeseLernHilfe“ der Bürgerstiftung Rheinhessen stöbern und kaufen und tut damit auch noch Gutes, denn hier hilft man Kindern lesen zu lernen. Und zur Museumsnacht gibt es Werke von Thomas Müller aus Leipzig zu bewundern.