Hessenmeister nur anfänglich mit Mühe
20.02.2012 - RÜSSELSHEIM
Von Thomas Schulz
FUTSAL Dersim erreicht Endrunde um süddeutsche Meisterschaft
Im Futsal-Viertelfinale der süddeutschen Meisterschaft ging der SV Dersim Rüsselsheim als klarer Favorit ins Rennen und wurde dieser Rolle auch gerecht. Am Ende stand gegen Außenseiter Spielvereinigung Osterhofen-Altenmarkt ein 6:2 (4:1) für den Hessenmeister auf der Anzeigetafel der Gerhart-Hauptmann-Sporthalle in Königstädten, die entgegen der Erwartungen nur mäßig gefüllt war. Deutlich weniger als 100 Schaulustige fanden den Weg in den südlichen Rüsselsheimer Stadtteil. Was der Stimmung im wohl bedeutensten Spiel der Dersim-Vereinsgeschichte keinen wirklichen Abbruch tat.
Denn sowohl die überwiegend heimischen Fans als auch die niederbayerischen Schlachtenbummler, darunter einige „junge Trommler“, versuchten von Beginn an lautstark „Aktion“ zu machen. Der 33-jährige gegnerische Spielertrainer Martin Oslislo, der immerhin mehr als 100 Begegnungen in der zweiten Fußball-Bundesliga bestritten hat, sprach nach dem Abpfiff von einer verdienten sowie verkraftbaren Niederlage“, wohl wissend, dass der Ausgang der Partie eigentlich schon vorher klar war und insgesamt 860 Kilometer Fahrt „eine ganze Menge Holz sind.“
Doch zurück zum Spiel, in dem die Gäste zunächst Druck aufzubauen versuchten und mit mehreren Fernschüssen den starken Dersim-Torwart Daniel Styn erfolglos prüften. Zunehmend kam der Favorit aber besser in die Partie, überzeugte durch technisch versiertes, kluges Offensivspiel und ging folgerichtig 2:0 in Führung. Allerdings hatte sich der Außenseiter längst nicht aufgegeben, erzielte das 1:2, das prompt zu einer Rüsselsheimer Auszeit führte (13.). SV-Coach Yavuz Duru, der auf den gesperrten Aziz El Fanoui verzichten musste, gab neue taktische Anweisungen, beschwor sein Team mehr auf Ballsicherheit, Zweikampfstärke, Spielwitz und Kombinationsfußball zu setzen.
Noch vor der Pause befolgten die Dersim-Kicker die Empfehlungen ihres „Chefs“, trafen noch zwei Mal und gingen die zweiten 20 Spielminuten entspannt an. Duru freute sich: „Nach dem unglücklichen Ausscheiden vor einem Jahr haben wir diesmal ohne Probleme das Viertelfinale überstanden und sind völlig korrekt ins Endrundenturnier am 3. März in Frankfurt eingezogen. Nach phasenweise etwas zerfahrenem Spiel und anfänglichem Respekt vor dem bayerischen Vizemeister haben wir unser Potenzial ausgeschöpft.“
SV Dersim: Styn; Achibani (2 Tore), El Hadini (1), Aghdoube, Zabouti, Bouilagman (1), Nedzibovic (1), Jemi (1), Belhadj.
