Es fault auf Treburer Wiesen
26.06.2010 - TREBUR
SCHWARZBACH Überflutungen trotz Wetterbesserung / Schnakenplage droht
(dev). Der Regen hat schon lange aufgehört, trotzdem steht auf den Wiesen im Uferbereich des Schwarzbachs bei Trebur das Wasser. Grund dafür ist der geringe Abfluss des Schwarzbachwassers in den Rhein.
Die überfluteten Wiesen können nicht gemäht werden, die Landwirte bekommen kein Heu. Der Bewuchs fängt an zu faulen und zu stinken, hat die FDP bei einer Gemarkungsrundfahrt festgestellt. Schlimmer sei aber die nächste Schnakenplage, die auf die Einwohner zukomme. „Diese überschwemmten Wiesen sind ideale Brutstätten für Schnaken, die auch die Kabs kaum in den Griff bekommen kann“, sagt FDP-Pressesprecher Hans-Joachim Schneider.
Nicht nur die Landwirte sind von diesem Wasser betroffen. Bürgermeister Jürgen Arnold (parteilos) hat aufgrund steigender Grundwasserstände den Schwarzbachverband erneut aufgefordert, mit Priorität auf den Abfluss des Wassers im Gemarkungsbereich Trebur zu achten und dafür Sorge zu tragen. Die Verwaltung reagierte damit auf Kritik von Hauseigentümern und Landwirten, wonach das Grundwasser teilweise wieder unter der Bodenplatte des Wohnhauses stehe.
Beim Termin mit dem Regierungspräsidium an der Deichbaustelle hatte der Bürgermeister dem Verbandsvertreter dann noch einmal die Sachlage vor Ort erklärt und vor wenigen Tagen eine schriftliche Aufforderung nachgereicht, endlich Abhilfe zu schaffen, berichtet Arnold.
Für die FDP besteht hier ein Missstand, den es zu beheben gilt, wie Schneider erklärt. Da der Rhein kein Hochwasser habe, wird der Grund für die Überschwemmung in der Verkrautung und Verlandung des Bachbetts vermutet. Die Freidemokraten fragen sich nun, ob der Schwarzbachverband seinen Aufgaben in vollem Umfang nachkomme. Gefordert wird mehr Einsatz für die Treburer Bevölkerung - eine Forderung, die auch der Treburer Bürgermeister erhebt.
