Donnerstag, 09. Februar 2012 00:50 Uhr
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Rüsselsheim 

Neues Druckzentrum der VRM: Die Reise der tonnenschweren Stahlträger

26.01.2010 - RÜSSELSHEIM

Von Alexandra Dehne

36 Meter lang und 34 Tonnen schwer sind die Stahlträger, die für einen Teil der Dachkonstruktion im Druckzentrum Rhein Main, das derzeit im Rüsselsheimer Gewerbegebiet „Blauer See“ entsteht, benötigt werden. Ab Herbst wollen die Verlagsgruppe Rhein Main (VRM), in der auch diese Zeitung erscheint, und das Medienhaus Südhessen, Darmstadt, dort jede Nacht rund 330.000 Tageszeitungsexemplare drucken.

Hergestellt werden die insgesamt 14 Träger in einem Stahlwerk in Altensteig im Schwarzwald. Um sie nach Rüsselsheim zu transportieren, ging es für jeden einzelnen Träger nachts auf einem Spezialfahrzeug auf die rund 200 Kilometer lange Strecke. Etwas über vier Stunden dauerte es jeweils, um den Transport mit einer Gesamtlänge von 42 Metern, einer Breite von 2,50 Metern und einer Höhe von vier Metern sowie einem Gesamtgewicht von 53 Tonnen an sein Ziel zu bringen.

Erfahrene Mitarbeiter

Besonders sensible Punkte waren unter anderem die Autobahnauf- und -abfahrten sowie der Kreisel am Eingang zum Rüsselsheimer Gewerbegebiet. Doch nach 14 Transporten waren diese Engpässe für die Mitarbeiter schon fast Routine. Über eine Fernbedienung sind die hinteren Achsen des Anhängers individuell zu steuern, was teilweise aus dem Begleitfahrzeug heraus, das hinter dem Transporter fährt, geschieht.

In Rüsselsheim wurden die 34 Tonnen schweren Träger mit einem riesigen Autokran hochgehoben und in die Dachkonstruktion eingebaut. Mittels angeschweißter Führungsbolzen konnten sie exakt positioniert werden.

Bis zu 25 Meter hoch

Die Dimensionierung der Dachträger ist nötig, um die Beweglichkeit in der künftigen Versandhalle des Druckzentrums zu garantieren, wie Robert Rieger, Projektingenieur im Druckzentrum Rhein Main, erläutert. Man wolle sich nicht durch Stützen in der Flexibilität einschränken lassen. Durch das innovative Konzept bei der Gebäudegestaltung können alle Möglichkeiten der Produktionsabläufe berücksichtigt werden, sieht Dr. Detlef Hartmann, Mitglied der Geschäftsleitung der Verlagsgruppe Rhein Main, einen Vorteil.

Insgesamt stellt das Druckzentrum mit seinen Dimensionen eine Besonderheit dar. So weist zum Beispiel die Bodenplatte eine Stärke von 90 Zentimetern auf, gebaut aus 500 Tonnen Bewehrungsstahl, das Maschinenfundament ist sogar 1,30 Meter dick. 25 Meter – das ist die höchste Stelle des Gebäudes, dort, wo künftig die Drucktürme stehen werden.

Die Stahlträger werden nach ihrer Reise im neuen Druckzentrum der VRM verbaut. Foto: Uli Kern

Die Stahlträger werden nach ihrer Reise im neuen Druckzentrum der VRM verbaut. Foto: Uli Kern


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