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Rüsselsheim 

Schüsse in Rüsselsheim gefallen - Bewaffneter Banküberfall

15.01.2010 - RÜSSELSHEIM

Von Alexandra Dehne und Ralf Schuster

Schießerei in der Rüsselsheimer Innenstadt: Bei einem Überfall auf die SEB-Bank in der Rüsselsheimer Marktstraße ist es am Freitagmittag gegen 13 Uhr zu einem Schusswechsel zwischen Täter und Polizei gekommen. Wie die Polizei berichtete, handelt es sich um einen polizeibekannten 39-Jährigen aus dem Kreis Darmstadt-Dieburg. Vor Ort gab es Gerüchte, er habe in der Bank auch mit einer Handgranate gedroht. Beim Verlassen der Bank sei es zu einem Schusswechsel zwischen Täter und einem Polizeibeamten gekommen.

Aufgrund von Zeugenhinweisen war die Polizei schnell am Ort und erwischte den Täter beim Verlassen der Bank. Er missachtete jedoch die Aufforderung stehen zu bleiben, woraufhin mehrere Schüsse abgegeben wurden. Ein Polizeibeamter traf den 39 Jahre alten Mann am Bein. Daraufhin konnte dieser festgenommen werden. Er ist jetzt im Krankenhaus, ist aber nicht lebensgefährlich verletzt.

Der 39-Jährige wurde mit drei Schüssen am Bein und an der Schulter verletzt, teilte die Polizei mit. Er hatte die Beamten mit einer Schusswaffe bedroht. Bei seiner Festnahme hatte der Täter die Beute von mehreren tausend Euro bei sich. Der Bankräuber war bereits wegen Bankraubes in Haft gewesen und nur zur Bewährung freigekommen. Er hat bereits 1990 und 2001 Banküberfälle verübt.

Weiterer Überfall bereits am Donnerstagabend

Erst am Donnerstag Abend hatte es einen Raubüberfall auf eine Kreissparkasse an anderer Stelle in Rüsselsheim gegeben. Nach dem Überfall gegen 17.45 Uhr auf eine Bankfiliale in der Gutenbergstraße fahndet die Polizei weiterhin mit Hochdruck nach den beiden bislang unbekannten Tätern.

Es handelt sich um zwei etwa 1,80 Meter große Männer. Beide trugen schwarze Gesichtsmasken. Einer der Täter war mit einer Pistole bewaffnet. Einer der Männer trug eine Jacke mit einem Aufdruck in gelben und roten Buchstaben. Der andere war mit einem schwarzen Shirt mit gelber Schrift bekleidet.

Die Kripo in Rüsselsheim schließt einen Zusammenhang mit dem Überfall auf das Geldinstitut am 23. Dezember des vergangenen Jahres nicht aus. Die Bank hat seinerzeit eine Belohnung von 2.000 Euro für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, ausgesetzt. Die Belohnung wird nun im Zusammenhang des neuerlichen Überfalls auf insgesamt 5.000 Euro ausgesetzt.

Polizei bittet um Hinweise

Die Polizei in Rüsselsheim bittet um Hinweise von Zeugen. Wem im näheren Umfeld der Bank verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen sind, wird gebeten, sich mit der Kripo unter der Rufnummer 06142/6960 in Verbindung zu setzen.

Eine Pistole liegt hinter einer Polizeiabsperrung auf dem Boden in der Rüsselsheimer Innenstadt. Archivfoto: Vollformat/Volker Dziemballa

Eine Pistole liegt hinter einer Polizeiabsperrung auf dem Boden in der Rüsselsheimer Innenstadt. Foto: Vollformat/Volker Dziemballa


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