INTEGRATION Stadt informiert Zuwanderer über kulturelle Angebote
(red). Um Zuwanderern in Rüsselsheim ihre neue Heimatstadt näher zu bringen, informierten die städtischen Integrationsbeauftragten Hangama Kawa und Elke Möller beim Pinker-Institut die Teilnehmer der Deutschkurse über Angebote der Stadt.
In den Integrationskursen erhalten Zuwanderer in 600 Stunden Deutschförderung sowie einen über 300 Stunden laufenden Orientierungskurs. Mit der direkten Information durch die Integrationsbeauftragten will die Stadt den Teilnehmern helfen, kulturelle Angebote wahrzunehmen und sich einzubringen. Daher stellte Kawa den Kursteilnehmern die lokalen Kulturgüter wie Theater, Museum, Festung und Stadtbücherei vor. Über den Unterricht hinaus ist geplant, die Teilnehmer bei einem Besuch in der Stadtverordnetenversammlung zu begleiten, um ihnen die politischen Organe der Kommune vorzustellen.
Das Büro für Integrationsaufgaben koordiniert seit Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes 2005 ein Netzwerk aus den in Rüsselsheim tätigen Sprachkursanbietern, Beratungsstellen und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, das zuständig ist für die Finanzierung und inhaltliche Konzeption der Integrationskurse.
Durch die regelmäßigen Treffen ist es möglich, die Angebote der Sprachkursträger für Rüsselsheim abzustimmen und Probleme bei der Durchführung der Kurse direkt an das Bundesamt zu melden. Zudem ist ein Faltblatt mit einer Übersicht über alle Deutschkurse in Rüsselsheim entstanden, dessen Erstauflage von 5 000 Stück binnen weniger Wochen vergriffen war und das nun nachgedruckt wird.
Um Zuwanderer an die städtischen Angebote heranzuführen, hat die Stadt in den letzten Monaten Museumsbesuche von Integrationskursteilnehmern und älteren Zuwanderern aus dem Stadtteil Dicker Busch initiiert. Zudem ist dem Büro für Integrationsaufgaben daran gelegen, dass die Biografien von Zuwanderern aus Rüsselsheim in den "Hafen der Erinnerung" des Museums eingespeist werden. In dieser Bild- und Textanimation finden sich diverse anschaulich dokumentierte Biografien von Rüsselsheimern. Bisher fehlte jedoch eine Zuwandererbiografie im "kollektiven Gedächtnis" der Stadt, was in Kürze geändert werden soll.
