Rüsselsheimer Tierheim: Neues großzügiges Zuhause für 24 Hunde
22.10.2010 - RÜSSELSHEIM
Von Alexandra Ehrhardt
Warm und großzügig, so lassen sich die drei neuen Hundehäuser im Tierheim beschreiben, in denen demnächst 24 herrchenlose Hunde auf ein neues Zuhause warten dürfen. „Die alten Gehege waren so traurig, dass man zum Schluss nicht mehr mit gutem Gewissen die Tiere dort unterbringen konnte“, sagte Claudia Vietmeier-Kemmler, die Vorsitzende des Tierschutzvereins, bei der offiziellen Einweihung der Hundehäuser.
Baukosten belaufen sich auf 120.000 Euro
„Bobby“, „Dingo“ und „Bella“ heißen die Häuschen, so wie die ehemaligen Hunde von Marianne Friebe, die die Gesamtbaukosten von rund 120.000 Euro zu drei Vierteln übernommen hatte. Das restliche Geld war durch sogenannte Baustein-Paten und aus den Rücklagen des Tierheims selbst erbracht worden. Friebes Mann Horst hatte als Architekt und Bauingenieur die drei Häuser mit je zwei neun Quadratmeter großen Gehegen und den Freiflächen geplant. Leben werden dort in wenigen Tagen, wenn die letzten Arbeiten abgeschlossen sind, 24 – vornehmlich große und schwierige – Hunde.
„Unser oberstes Ziel ist die Vermittlung der Tiere. Wenn diese sich in ihren Gehegen wohl fühlen, strahlen sie das auch aus“, so die Vorsitzende, deren nächstes Projekt die Suche nach Baum- und Buschpaten ist. Durch diese Geldspenden soll die Begrünung der noch etwas trostlos wirkenden Außenbereiche finanziert werden.
Im Februar waren die Bagger in den hinteren Bereich des Tierheims gerollt. „Der Bau war für uns sehr aufwändig gewesen, allein die vielen Anträge, die Emissionsproben und die Tatsache, dass all diese Arbeiten ehrenamtlich neben unserer eigentlichen Tätigkeit erledigt wurden“, blickte Vietmeier-Kemmler auf die vergangenen Monate zurück.
Unermüdliches Engagement beim Spendensammeln
Marianne Friebe, die 2006 für ihr jahrzehntelanges Engagement für das Tierheim das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen hatte, sammelt das Geld durch regelmäßige Basare in der heimischen Garage. „Die zu verkaufenden Gegenstände bekomme ich selbst gespendet. Heute morgen zum Beispiel habe ich wieder vier Kartons mit wunderbaren Sachen erhalten“, so die 75-jährige Walldorferin, die vor drei Jahren die schwerbehinderte Katze Mauki aus dem Tierheim bei sich aufgenommen hat.
