Lena und Opel: Der Konzern will sie mindestens bis 2011 als Werbeträgerin halten
08.09.2010 - RÜSSELSHEIM
Von Alexandra Dehne
Lena als neue Werbeträgerin für Opel – ein Deal, der von einigen auch kritisch gesehen wird. „Sie passt toll zu allem, was wir vorhaben“, ist dagegen Michael Hartwig, Bereichsleiter Marke bei Opel, von der Grand Prix-Siegerin überzeugt. Lena sei jung und stehe eher für das jüngere Produktportfolio, will sich Hartwig noch nicht dazu äußern, für welches Produkt die 19-Jährige werben soll. „Ob es ein Corsa wird oder ein anderer Kleinwagen, steht noch in den Sternen.“
Grundsätzlich sei die Kooperation mit Lena langfristig angelegt. „Auf jeden Fall deutlich über den Eurovision Song Contest 2011 hinaus“, stellt der Markenchef eine Partnerschaft bis mindestens Mai nächsten Jahres in Aussicht. Je näher es zum Grand Prix geht, desto intensiver soll die Partnerschaft nach den Vorstellungen von Opel werden. Zu diesem Zeitpunkt könnte es eventuell auch den ersten Werbespot geben.
Opel schließt "maßgeschneiderte Kampagne" mit Lena nicht aus
Das Engagement soll sich aber nicht nur auf eine Marke beschränken, sondern sei ganz vielfältig ausgelegt. Am Anfang soll der Schwerpunkt im digitalen Bereich liegen, auch Blogs, Facebook oder Twitter sind angedacht. „Wir schließen auch eine maßgeschneiderte Kampagne mit Lena nicht aus“, sagt Hartwig. Dass der Shootingstar des Grand Prix rasch wieder aus der breiten Öffentlichkeit verschwinden könnte, das glaubt er nicht.
Die Idee, Lena zu engagieren, sei im Bereich Marken-Marketing entstanden. Dass sie im Video zu ihrem neuen Song „Touch an new day“ einen alten Opel Kadett fährt, habe letztlich überzeugt. „Es war toll zu sehen, wie begeistert sie von unserer Marke ist. Das wollten wir unbedingt ausbauen.“
Grundsätzlich ist Opel total zufrieden mit dem Tag der offenen Tür am Samstag, zu dessen Abschluss am Abend Lena als neue Werbeträgerin im Rahmen eines Open-Air-Konzertes präsentiert worden war. Die Besucherzahl, die auf 60000 am Tag und 20000 am Abend geschätzt wird, habe die Erwartungen übertroffen. Nicht nur die Besucher hätten sich positiv geäußert, heißt es aus der Pressestelle, sondern auch das Ziel, bei den Mitarbeitern ein Wir-Gefühl zu wecken, sei erreicht worden.
Rundschreiben an alle Mitarbeiter von Nick Reilly
Opel-Chef Nick Reilly unterstrich am Montagmorgen in einem Rundschreiben an alle Mitarbeiter, es sei „phantastisch“ gewesen. „Viele unserer Gäste waren überrascht und begeistert vom Geist und den Fähigkeiten, die bei Opel vorhanden sind“, sparte Reilly nicht mit Lob. Gleichzeitig habe man „das Image der Firma und der Marke gewaltig steigern“ können.
Jedes Jahr in diesem Rahmen die Werkstore zu öffnen, sei angesichts der Dimension nicht möglich. Für die 150-Jahr-Feier von Opel im Jahr 2012 werde aber ein „angemessenes Fest“ geplant. Die Bedeutung solch eines Tages sei aber hoch einzuschätzen. Er sei ein Signal nach innen und nach außen und nun ein Startschuss, dass man wieder zuversichtlich nach vorne schaue.
