Schwamm hat ausgedient
02.09.2010 - RÜSSELSHEIM
Von Christian Struck
MAX-PLANCK-SCHULE 15 Räume mit neuen elektronischen Tafeln ausgestattet
Die Lehrkräfte der Max-Planck-Schule haben künftig ein Druckmittel weniger: Der Tafeldienst wird mit der Einführung der neuen interaktiven Tafeln wohl passé sein. Am Mittwochvormittag stellte Stadträtin und Baudezernentin Silke Klinger gemeinsam mit dem kommissarischen Schulleiter Marc Rhein die Baumaßnahme vor.
„Die Stadt Rüsselsheim hat ihren Schwerpunkt auf Bildungsförderung und Zukunftsausrichtung gelegt“, erklärte Stadträtin Klinger. Insgesamt knapp zehn Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II habe die Stadt in die Rüsselsheimer Schulen investiert - davon rund 1,1 Millionen allein in die Max-Planck-Schule.
Ende März habe man mit den zum Teil sehr aufwändigen Sanierungsmaßnahmen begonnen, erklärte Klinger. Ein Großteil davon konnte in den Sommerferien erledigt werden. „Die meisten Kollegen haben gar nicht gemerkt, dass etwas passiert ist“, berichtete der stellvertretende Schulleiter Rhein.
Auch 42 neue Notebooks angeschafft
20 000 Meter Kabel habe man verlegt, insgesamt 15 Räume mit Datenverteilern versehen und sechs Räume mit interaktiven Tafeln, so genannten „Whiteboards“ bestückt, zählte Klinger auf. Eine Tafel koste zwischen 3 000 und 5 000 Euro. Auch 42 neue Notebooks habe man angeschafft. Diese könnten bei Bedarf in den Klassenzimmern eingesetzt werden. Dazu habe man Anschlüsse an den Arbeitsplätzen eingerichtet. „Nicht jedes Kind hat zu Hause einen Computer, daher ist es wichtig, dass die Schule den Umgang mit den neuen Medien vermittelt“, erklärte Silke Klinger.
Erarbeitetes kann abgespeichert werden
Die „Whiteboards“ sind mit Rechnern verbunden und per Beamer werden beispielsweise Schaubilder, Texte oder Filme auf die Tafel projiziert. „Der Vorteil ist, man kann das Erarbeitete abspeichern und in der nächsten Stunde wieder verwenden“, erklärte Marc Rhein. Die Anschaffung stelle somit eine große Zeitersparnis dar. Aber auch finanziell lohne sich die neue Tafel: „Wir müssen nun nicht mehr viele teure Einzelgeräte kaufen, hier haben wir alles aus einer Hand“, so der stellvertretende Schulleiter.
Spannend sei nun die Frage der Folgekosten: „Hier gibt es keine Erfahrungswerte, das müssen wir abwarten“, so Rhein. In einem Medienraum gibt es an der Max-Planck-Schule zudem die Möglichkeit für Schüler, mit der Tafel zu experimentieren und eigene Vorgehensweisen für den Unterricht zu erproben. Zuvor müsse man aber den Lehrern die Handhabung der „Whiteboards“ nahebringen: „In den Ferien haben wir schon 40 Kollegen geschult“, erklärte Rhein. Diese sollten nun ihr Wissen an andere Kollegen und Schüler weitergeben.
Nach den Herbstferien sollen alle Tafeln, Computer und Beamer betriebsbereit sein. Bis dahin muss ihn der ein oder andere Schüler wohl noch verrichten, den unliebsamen Tafeldienst.
