Produktion beginnt im November
19.03.2010 - RÜSSELSHEIM
Von Alexandra Dehne
BLAUER SEE Arbeit am Druckzentrum Rhein Main liegt zum Richtfest trotz des Winters im Zeitplan
Erst waren es vier Kräne, die über das Gewerbegebiet "Blauer See" ragten, nun ist es ein imposantes Gebäude, das so manchen Schaulustigen anzieht. Das neue Druckzentrum der Verlagsgruppe Rhein Main, in der auch die "Main-Spitze" erscheint, und des Medienhauses Südhessen (Echo-Zeitungen) sorgt mit seiner Höhe von 24 Metern sowie der ungewöhnlichen Dachkonstruktion, in die Einschnitte integriert sind, für Aufmerksamkeit. Selbst von der Autobahn 60 ist das architektonische Schmuckstück des Generalplaners BM+P aus Düsseldorf zu sehen. "Das Gebäude bestätigt das, was wir auf den Entwürfen nur erahnen konnten", freute sich Oberbürgermeister Stefan Gieltowski. Neben Cargo Mover, World Courier Deutschland GmbH und Hyundai entstehe ein weiteres ansehnliches Gebäude im "Blauen See". Das Druckzentrum sei zugleich "Signal für die aktive Entwicklung" des Gewerbegebietes, da nach Unterzeichnung dieses Grundstückvertrags weitere Ansiedlungen gelungen sind (siehe Text unten).
Nachdem nun Tief-, Roh- und Stahlbauarbeiten so gut wie abgeschlossen sowie Dach und Fassade abgedichtet sind, feierten gestern Nachmittag über 300 Gäste und Bauarbeiter Richtfest. Zehn Monate nach der Grundsteinlegung sei aus dem symbolisch gelegten Samenkorn eine stattliche Pflanze geworden, die im kommenden Jahr in der vollen Blüte erstrahlen werde, sagte Ulrike Köhler, Geschäftsführerin der Druckzentrum Rhein Main GmbH. Ab September soll bereits sukzessive die Produktion aufgenommen werden, ab November alle Tageszeitungstitel beider Verlage sowie weitere Anzeigenblätter, Fachzeitschriften und Kirchenzeitungen produziert werden.
Köhler lobte die hohe Motivation und den Teamgeist der Arbeiter. "Das ist bei einem solchen Vorhaben nicht selbstverständlich." Zumal Schnee, Eis und eisiger Wind die Arbeiten deutlich erschwert hätten. Die gesamte Außenhülle sei im bitterkalten Winter geschaffen worden. Köhler hoffte, dass der bisher verfolgte partnerschaftliche Umgang auch bei der Inbetriebnahme weitergeführt werde, um ein Umfeld zu schaffen, in dem gerne gearbeitet werde. Wenn noch einmal alle Kräfte mobilisiert würden, werde der ambitionierte Zeitplan eingehalten, sagte Michael Rettig, ebenfalls Geschäftsführer des Druckzentrums. Er sei zuversichtlich, nicht in die "Nachspielzeit" zu müssen.
Bei geführten Rundgängen konnten sich die Gäste die Funktionsweise des Gebäudes erläutern lassen. So ist die Höhe von 24 Metern notwendig, weil allein ein Druckturm 16 Meter Höhe misst. Da für den Versand, der am Ende der Produktionskette steht, nicht mehr solch eine Höhe benötigt wird, ist das Gebäude mit einer schrägen Dachfront konzipiert. REGION
