Die Erfolge sind beachtlich
11.03.2010 - RÜSSELSHEIM
KANTSCHULE Gemeinsames Musizieren macht Kindern viel Spaß
(gir). Die Musikklasse der Klassenstufe sechs an der Immanuel-Kant-Schule spielt nach nur anderthalb Jahren des gemeinsamen Musizierens bereits richtig gut zusammen. Das unterstrichen die Schülerinnen und Schüler nicht nur bei ihren öffentlichen Auftritten bisher - etwa im Zuge der Feier eines Mieterjubiläums bei der Gewobau und während des Adventskonzerts ihrer Schule im Vorjahr. Sondern auch mit Kostproben, mit denen die Elf- und Zwölfjährigen die "Main-Spitze" beim Besuch dort gegen Ende ihrer Doppelstunde Musik am Mittwochnachmittag empfingen.
Besetzt ist die insgesamt 28 Eleven starke Musikklasse unter Leitung von Klassenlehrerin Julia Wolf mit fast allen Instrumenten, die zu einem klassischen Symphonieorchester gehören. Die Streicher unter den Klassenkameraden haben fortgeschrittenes musikalisches Können an Geige, Cello, Bratsche und Kontrabass zu bieten. An Holzblasinstrumenten bringen die jungen Leute Querflöte, die als solches zählt, da auch jene Instrumente in der Vergangenheit aus Holz hergestellt wurden, Oboe, Klarinette und Fagott zum Klingen; an Blechblasinstrumenten bisher allein die Trompete. Auch ein Akkordeon und bei Bedarf Sängerinnen und Sänger etwa für Soli bei den Auftritten, kann die Musikklasse vorweisen.
Richtig "gut" findet das alles die zwölf Jahre alte Berkay, die auch gestern wieder an der Geige glänzte. Auch Hanna (11) und Ariane (12), die beide Querflöte spielen, sind von dem Leben in der Musikklasse sehr angetan. Richtig toll sei, dass sie für ihre Auftritte mitunter sogar Geld bekämen, das danach etwa zur Finanzierung des Besuchs einer Eislaufbahn gemeinsam ausgegeben werde, verriet Ariane dieser Zeitung. "Wir sind dann zwar immer ganz aufgeregt", berichtete Ciara vom Lampenfieber, das sie davor befalle. "Aber so ein Auftritt, der ist total cool, und wir haben total Spaß dabei", sagte sie auch.
Besonderen Spaß mache ihr das Musizieren in der Musikklasse auch deshalb, schwärmte Cellistin Josi (11), weil man in den Probepausen auch einmal die anderen Instrumente der Mitschüler ausprobieren könne.
Im Gegensatz zu Konzepten, nach denen etwa Bläserklassen an Schulen ausgebildet werden, erhalten die Eleven der Musikklassen am Kant keinen Einzelunterricht an ihrer Schule. Diesen müssen sie privat nehmen und über ihre Familien auch privat finanzieren; ebenso die Instrumente, die sie sich ausgesucht haben. "Meine Aufgabe ist es, aus dem Können, das die Schülerinnen und Schüler mit hierher bringen, ein miteinander harmonierendes Orchester zu formen", erklärte die Klassenlehrerin.
