Was tun bei "Cybermobbing"?
10.02.2010 - RÜSSELSHEIM
WORKSHOP Jugendliche für die Gefahren des "Web 2.0" sensibilisiert
(gir). Das Web 2.0 ist längst auch Teil der Jugendkultur. Kaum ein Teenager, der nicht dabei ist. Weil dessen Kommunikationsformen so faszinierend sind. Aber auch, weil Nachwuchs, der nicht online geht, auch in der Opelstadt im wirklichen Leben rasch out ist.
Allerdings bietet das Internet nicht nur vielfältige Möglichkeiten, sich jederzeit selbst über größte Distanzen hinweg miteinander zu vernetzen und auszutauschen. In dem digitalen Kommunikationsgeflecht drohen Kindern und Jugendlichen auch nicht zu unterschätzende Gefahren.
Damit setzten sich am Dienstag, dem weltweiten "Safer Internet Day 2010", im Freizeithaus Dicker Busch rund 20 Schüler der Klasse 8H2 der Friedrich-Ebert-Schule im Rahmen eines Workshops auseinander. Pädagogen der Rüsselsheimer Jugendpflege - Mario Hergueta Garcia und Gerald Bamberger - sowie Dirk Simon von pro familia führten die jungen Leute dabei unter der Überschrift "Web 2.0? Aber sicher doch!" mit Hilfe von Beispielen aus Internet, Filmen und weiterer Information zu den dunklen Bereichen im Web 2.0. Und zeigten ihnen, wie man am besten mit jenen Gefahren umgeht.
Etwa wenn man Ziel von "Cybermobbing", dem Beleidigen und Bedrohen anderer über Internet ist. Ebenso machten sie zum Thema, wie die eigenen Daten vor Mißbrauch und unbefugter Verwendung durch Dritte geschützt werden können, die Jugendliche in Soziale Online-Netzwerke, wie zum Beispiel Facebook oder SchülerVZ einstellen. Betrachtet wurde gemeinsam auch die Tatsache, dass sich Kriminelle heutzutage auch online in Chatrooms an Opfer heran machen. Genauso die negativen Folgen von selbst in das Web 2.0 eingestellten Bildern und Texten, die insbesondere bei der Lehrstellen- und Arbeitsplatzsuche ein nicht ganz so gutes Licht auf ihren Urheber werfen.
"Ich wusste vieles zwar schon vorher. Aber so intensiv, habe ich mich noch nicht mit dem Thema beschäftigt", lobte Hanane (15) nach dem Ende der Veranstaltung den Workshops. Auch für sie und ihre Klassenkameraden gehöre das Surfen im Internet und das eigenen Handys zum Alltag. Mounia (15) etwa loggt sich regelmäßig bei den Social Networks "Wer-kennt-wen" und "SchülerVZ" ein. Mitschüler Eren (13) ist oft sogar drei bis vier Stunden täglich online, besonders gerne auf "Youtube" und "Facebook". Und mit Hüseyin (15) der seit drei Jahren schon nicht mehr ohne Handy unterwegs ist, gibt es sogar bereits einen Clip im Internet zu sehen. Allerdings einen freundlichen, wie er dieser Zeitung verriet. "Wir denken, der Workshop hat dazu beigetragen, ein Bewußtsein zu schaffen, dass Eure Daten im Netz mißbraucht werden können", lautete das positive Fazit der Teamer bevor sie den Workshop beendeten.
