Rüsselsheimer CDU will Anfrage stellen: Kritik am "Sanierungsstau" an städtischen Immobilien
18.03.2013 - RÜSSELSHEIM
Von Ralf Schuster
Die CDU-Fraktion kritisiert einen „Sanierungsstau“ an städtischen Immobilien. Die Christdemokraten betrachteten die Schließung der Sporteinrichtungen auf Rüsselsheimer Stadtgebiet mit größter Besorgnis, heißt es in einer Pressemitteilung: „Es ist eine unzumutbare Situation den Sporttreibenden gegenüber, in welchem Zustand sich die in Rüsselsheim befindlichen Sportstätten derzeit befinden“, erklärt darin der Vorsitzende des Kultur-, Schule- und Sportausschusses, der CDU-Stadtverordnete Matthias Metz.
Die Mitglieder des Arbeitskreises Bau innerhalb der Partei seien sich sicher, dass eine Situation wie im Lachebad nicht aus heiterem Himmel entstehe. „Hier fliegt gerade eine Zeitbombe nach der anderen in die Luft, die von Baustadträten der Vergangenheit, als „Abschiedsgeschenke“ für die Stadt überlassen wurden“, gibt der Sprecher des Arbeitskreises Bau der CDU-Fraktion und Bauschheimer Ortsvorsteher Werner Stahl zu bedenken.
Hinweise nicht erhört worden
Schon seit vielen Jahren weise die CDU-Fraktion immer wieder auf diese Missstände hin, heißt es weiter. Diese Hinweise seien aber nicht erhört worden und es seien die nach CDU-Ansicht dringend erforderlichen Renovierungen vernachlässigt worden. „Die geringen Mittel wurden anders verbraucht und einiges ist auf der Strecke geblieben“, notiert die Partei in ihrer Stellungnahme.
Mit den Folgen des schlechten Bauunterhaltungsmanagements hätten die Bürger in der letzten Zeit vieles erlebt, was der Stadt hätte erspart bleiben können. Die CDU-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung befürchtet, dass weitere negative Überraschungen auf die Rüsselsheimer Einwohner noch zukommen werden.
Union will Anfrage stellen
Aus diesem Grund will die Union nun eine Anfrage über den von ihr vermuteten Sanierungsstau an städtischen Immobilien stellen. Durch die Beantwortung der Anfrage erhofft sich die CDU Klarheit über die Kosten für notwendige Investitionen in die Gebäudeunterhaltung, um den Betrieb zumindest mittelfristig sicherstellen zu können.
„Ein hartes Stück Arbeit“ sieht der Stadtverbandsvorsitzende der CDU, Thorsten Weber, auf die Bauverwaltung zukommen, „Wir haben kein Geld für aufwendige Sanierungen. Daher erwarten wir vom zuständigen Stadtrat und seinem Fachbereich Gebäudewirtschaft Vorschläge wie der Betrieb städtischer Immobilien auch im Hinblick auf die Zwänge der Haushaltskonsolidierung sichergestellt werden kann“, wird Weber in der Pressemitteilung zitiert.

