Werner-Heisenberg-Schule: Staatliche Techniker erhalten Abschlusszeugnisse
28.01.2012 - RÜSSELSHEIM
Von Yannik Hase
Unter großem Applaus von Verwandten und Freunden holten sich am Donnerstagabend die Absolventen der Fachschule für Technik an der Werner-Heisenberg-Schule ihre Zeugnisse ab. In der Aula der Schule ernteten die insgesamt 32 Studierenden nach vier Jahren Abendstudium die verdienten Lorbeeren für ihr Durchhaltevermögen in Form des Abschlusses „Staatlich geprüfter Techniker“. Mit 27 Studierenden machte die Mehrzahl ihre Technikerausbildung im Bereich Maschinentechnik, während nur fünf den Abschluss im Bereich Elektrotechnik absolvierten. Darüber hinaus haben 20 Studierende zusätzlich die Fachhochschulreife erworben. Laut Roland Köhler, Abteilungsleiter der Fachschule an der Heisenbergschule, handele es sich bei der Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker um eine fachqualifizierende Weiterbildungsmaßnahme im Anschluss an eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung in einem Metall- oder Elektroberuf. Auch eine mindestens einjährige Berufserfahrung müsse nachgewiesen oder während der Weiterbildung gesammelt werden.
Zu Beginn der Abschiedsfeier hielt Schulleiter Peter Querbach eine Ansprache, in der er die besondere Leistung der Absolventen betonte. Sie hätten zusätzlich zu ihrem Berufs- und Privatleben die Kraft gehabt, in die Abendschule zu kommen, zu Hause zu lernen, Projekte vorzubereiten und Klausuren zu schreiben. Der damit erlangte Abschluss sei auch nach dem europäischen Standard hochwertig und werde auf dem Zertifikat mit „Bachelor Professional“ betitelt.
Gute Abschlüsse nicht „dank, sondern trotz der Lehre“
Querbach freute sich, dass das Angebot der Fachschule für Technik als klassische Weiterbildungsschule sehr gefragt sei, was sich aus unserer Zeit als „Wissenszeitalter“ ergebe, in der man nie „ausgelernt“ hätte, sondern man auf lebenslanges Lernen angewiesen sei.
Nach der Rede des Schulleiters ergriff auch einer der Studenten das Wort. Jan Flatow zog in seiner kleinen Ansprache ein Resümee aus den vier Jahren Abendstudium. Er beschrieb, wie in der Zeit viele neue Bekanntschaften geschlossen wurden und wie die Studierenden sich zusammenraufen mussten, um das Ziel, den Abschluss zum staatlich geprüften Techniker, zu erreichen. Zudem kritisierte er auch, dass viele Lehrer nicht offen für Kritik und neue Methoden gewesen seien und so in manchen Fällen der Abschluss „nicht dank, sondern trotz der Lehrer“ erreicht wurde.
Bei der Zeugnisausgabe wurde zunächst der Absolvent Daniel Werner als Jahrgangsbester geehrt. Er hatte sowohl die Technikerausbildung im Bereich Maschinentechnik, als auch die Fachhochschulreife mit der Note 1,0 abgeschlossen. Für diese herausragende Leistung wurde er mit einer Urkunde und einem Buchpräsent ausgezeichnet.
