Kreativmarkt der Tanzsportler des TSV Raunheim
21.11.2011 - RAUNHEIM
Von Michael Kapp
KREATIVMARKT Erlös des Basars kommt dem Sport zugute / Seit zehn Jahren im Veranstaltungskalender
In einer von Teilnehmern wie Besuchern als gemütlich empfundenen Atmosphäre fand am Wochenende in der Heinrich-Press-Halle erneut ein Kreativmarkt der TSV-Tanzsportabteilung statt. Auch wenn diesmal nicht ganz so viele Teilnehmer gewonnen werden konnten, ist der Markt inzwischen eine feste Größe im Veranstaltungsprogramm.
Standgebühren sowie der in einer Kaffeestube erzielte Verkaufserlös tragen zur Finanzierung der durch die zahlreichen Wettkampferfolge weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Tanzsportgruppen bei. Ohne dass die beiden Organisatorinnen, Gabriela Sattler und Gabriela Hofmann, großes Aufhebens davon gemacht hätten, konnte so ganz nebenbei der zehnte Geburtstag des Kreativmarktes gefeiert werden. Dass es sich dabei um eine ernst zu nehmende Veranstaltung handelt, zeigen die als stabil zu bezeichnenden Besucherzahlen. Gabriela Hofmann sprach am Samstagnachmittag von einem guten Zuspruch, der sich am gestrigen Sonntagvormittag fortsetzte.
Mit 20 Anbietern, damit nicht ganz so vielen wie im Vorjahr, zeigte sich der Markt erneut gut sortiert. Ob Spontankäufer oder Sammlernaturen, jeder konnte unter dem wohlfeilen Sortiment an Bastel- und Handwerksarbeiten, die einen Vergleich mit professionell gefertigten Artikeln nicht zu scheuen brauchten, fündig werden.
Selbstgemachten Schmuck, den es gleich in verschiedenen Ausführungen gab, originelle und kunstvolle Holzarbeiten, Tiffany und andere nicht minder begabt hergestellte Glaskunst, Kerzen sowie selbst hergestelltes Gebäck und Marmeladen - die Auswahl war so reichhaltig, dass eigentlich niemand ohne etwas gekauft zu haben den Kreativmarkt verlassen musste.
Die 70-jährige Elisabeth Orth aus Nieder-Olm, die mit ihren hübschen Keramikarbeiten zum ersten Mal dabei war, hatte die Standgebühr bereits am Samstag wieder raus. „Wenn man was verkaufen will, darf man nicht davon ausgehen, dass man die Zeit, die in eine Arbeit investiert wird, wieder herausbekommt“, sagte Orth.
Klaus Köhler, der an seinem Tisch Geschnitztes und Gedrechseltes anbot, sieht es ähnlich. Ihm bereite es Freude zu sehen, welchen Spaß ein Käufer an seinen Sachen habe. Die meisten Teilnehmer sind sich darin einig, dass das, was sie anzubieten haben, mit Geld nicht aufzuwiegen ist.
Dass die Leidenschaft, sich in der Freizeit handwerklich und künstlerisch zu betätigen, durchaus auch ansteckend sein kann, zeigten die beiden Nachbartische von Klaus Köhler, wo Tochter Stefanie Schmuck und Mutter Annemarie aus verschiedenen Nadelhölzern angefertigte Adventsdekoration anbot. Die Familie aus Astheim war das erste Mal in Raunheim vertreten.
