28 Jungen und Mädchen gehen in Bauschheim auf Verbrecherjagd
gir. Verbrecherjagd in Bauschheim als Spiel in den Straßen des Stadtteils - dazu hatten die Vereine "Auszeit" und "Lesen in Bauschheim" erstmals 28 Kinder eingeladen. Gesucht wurde in vier Gruppen mit jeweils einer Betreuerin an der Spitze ein Dieb oder eine Diebin, die in Bauschheim am Nachmittag ihr Unwesen trieb. Die Spielregeln waren teils denen des Spiels "Scotland Yard" entlehnt, das 1983 "Spiel des Jahres" in Deutschland war. Wie in diesem Spiel durften die Kinder auf ihrer Suche zwischendurch sogar Verkehrsmittel benutzen. Dafür erhielten sie vor dem Start je zwei Busfahrkarten und ein Ticket für eine Taxifahrt. Ihre Zentrale war die Bauschheimer Stadtteilbibliothek. Von dort wurden ihnen während der Suche immer wieder aktuelle Informationen über die Zielperson mitgeteilt. Weitere Hinweise ergaben sich aus den Aufgaben der Detektivprüfung, die jedes Kind ablegen musste, um seinen Detektivausweis zu bekommen. Absichtlich für Verwirrung sorgten Personen im dem Spiel, die sich zwar verdächtig benahmen, aber doch nicht gesucht wurden. Als Taxi fungierte ein Kleinbus von "Auszeit". Die Rüsselsheimer Stadtwerke hatten die Freifahrkarten für ihre Linie durch Bauschheim spendiert, wofür sich die Veranstalter herzlich bedankten. Ihr Dank galt auch der Rüsselsheimer Polizei, die den Kindern sogar einen Kollegen vorbei schickte, der ihnen zeigte, wie man Spuren liest. Karten zum Nehmen von Fingerabdrücken hatte die Polizei ihnen auch zur Verfügung gestellt. Und sie erklärte sich sogar gerne bereit, die Sieger des Spiels zu einem Besuch in ihrer Dienststelle einzuladen, was bei den Teilnehmern schon vor dem Start auf Entzücken stieß. Mit einem gemeinsamen Grillen endete die Verbrecherjagd am frühen Abend.
