"Kradfahrer Felzünd" organisieren Motorradtreffen auf dem Falkenberg/Probleme mit Naturschutzbehörde
wek. /FALKENBERG Eine Wiese, ein Festzelt, eine Theke und ein Lagerfeuer. Mehr brauchten die Motorradfreunde gemäß Definition von Pressesprecher Jürgen Stahlke nicht, um trotz schlechten Wetters viel Spaß beim 21. Motorradtreffen der "Kradfahrer Felzünd" am Wochenende auf "Atzes Acker" zu haben. So sind bei strömenden Regen die Zelte von den aus dem Schwarzwald, Norddeutschland, Sauerland und der näheren Region angereisten Gästen schnell aufgebaut worden, um dann gemütlich im Festzelt am Freitagabend zusammen zu sitzen. Am Samstagnachmittag wurden von den Kradfahrern tagsüber zwei Touren angeboten. Wer es sportlich haben wollte, begleitet Toni Karagounis zum Feldberg - besonders für die Gäste vom flachen Land ein ansprechender Ausflug. "Cruisen", also gemütlicher fahren, war mit Michael Becht im Wispertal angesagt. Am Abend trafen sich dann alle wieder auf der Wiese am Falkenberg, um "Benzingespräche" zu führen oder zum Coverrock der Rüsselsheimer Band "Dexter" zu tanzen. Den Abschluss des Motorradtreffens markierte ein Frühschoppen am Sonntagmorgen. Trotz der guten Stimmung am Wochenende sprach Jürgen Stahlke von einer "bescheidenen" Besucherzahl. Dies führte er neben dem Wetter auf den Termin im August zurück, da einzelne Bundesländer noch Ferien haben. Ganz freiwillig war die Terminverschiebung indes nicht. Traditionell fand das Motorradtreffen am ersten Mai-Wochenende statt. Allerdings monierte die Hattersheimer Naturschutzbehörde, dass zu diesem Zeitpunkt wegen der Brutzeit der Vögel das Treffen nicht möglich sei. "Uns wurde von der Behörde versprochen, dass wir mit der Terminverschiebung langfristig am jetzigen Standort das Fest abhalten können. Doch noch bevor das Motorradtreffen stattgefunden hat, kam das endgültige Aus vom Naturschutzamt", erklärte Stahlke frustriert. Er sieht im Motorradtreffen der "Kradfahrer Felzünd" eine kulturelle und traditionelle Veranstaltung, die eine gewisse Bedeutung im Flörsheimer Festkalender habe. Daran wolle man unbedingt festhalten. Der Eigentümer des jetzigen Standortes auf dem Falkenberg, die Main-Taunus-Recycling GmbH mit ihrem Chef Gerd Mehler, sei den Motorradfreunden gut gestimmt. Zusammen mit Gerd Mehler sei im Herbst ein Treffen geplant, um einen neuen Ort zu finden, der keine Nähe zu einem Naturschutzgebiet aufweist und somit eine langfristige Planungssicherheit garantiert, erklärte Jürgen Stahlke.
