Ausschuss zufrieden mit Jahresbericht
gir. Hoch zufrieden zeigte sich der Kultur-, Schul- und Sportausschuss am Donnerstag mit dem Jahresbericht 2007 der Stadtbücherei. SPD und CDU gratulierten sogar zu der von Bibliotheksleiterin Ute Grabhorn und ihrem Team geleisteten Arbeit und dem im Vorjahr erzielten Ausleiherekord. Ganz besonders erfreute die Ausschussmitglieder das Engagement der in der Bücherei Verantwortlichen in Sachen Bildung, Leseförderung und Bibliothekspädagogik, das wieder in Form einer intensiven Zusammenarbeit mit Grundschulen, Kindertagesstätten und andern Bildungspartnern seinen Ausdruck fand. Dazu gehört auch die im Februar 2007 von der Stadtbücherei mit dem Max-Planck-Gymnasium vertraglich vereinbarte Kooperation. Ebenso die Arbeit mit Kindern und Eltern mit ausländischen Wurzeln, die von der Bücherei auch als Beitrag zur Armutsprävention betrachtet wird. "Denn auf dem Weg zum Lesen und gutem Deutsch ist der frühe Beginn ganz wichtig", fasste Ute Grabhorn all das Engagement zusammen. Mit 489749 ausgeliehenen Büchern und anderen Medien insgesamt stellten die Nutzer der Stadtbücherei am "Treff" im Vorjahr sogar einen Ausleiherekord auf. Der Anteil ausgeliehener CDs, CD-ROMs und DVDs ist 2007 weiter, auf 23 Prozent der gesamten Ausleihen, gestiegen. Hier mache sich die vermehrte Nutzung neuer Medien bemerkbar, unterstrich Ute Grabhorn. Dem komme man auch bei der Erneuerung des Bestands nach. 116612 Bücher, Zeitschriften und neue Medien zählte der Gesamtbestand der Stadtbücherei Ende 2007. Die Erneuerungsquote lag bei 8,2 Prozent davon. Aktiv genutzt haben die Stadtbücherei im Vorjahr 8382 Bürger, vornehmlich aus Rüsselsheim und damit 409 weniger, als im Jahr davor. Davon meldeten sich 1496 Nutzer neu an. Ihnen allen wurden auch wieder Veranstaltungen in der Stadtbücherei geboten. Als "Glanzpunkte" verzeichnet der Jahresbericht den "Tag für die Literatur", bei dem sich alles um den in Goddelau im Kreis Groß-Gerau geborenen Literaten und demokratischen Freiheitskämpfer des 19. Jahrhunderts, Georg Büchner, drehte. Sowie die Vorstellung des Buches "Literacy" durch dessen Autorin. "Man muss natürlich auch gut sein", fasste Ute Grabhorn die hinter diesen Resultaten liegende Haltung der Verantwortlichen in der Bücherei zusammen. Gleichzeitig werde es aber "immer enger", was den finanziellen Rahmen gerade auch für die notwendige, regelmäßige Erneuerung des Bestands dort betreffe, mahnte sie. Kosten ließ sich die Stadt Rüsselsheim die Bücherei im Vorjahr mehr als 1,5 Millionen Euro. Davon entfielen 760 400 Euro auf Personalkosten einschließlich personeller Dienstleistungen für die Stadtteilbibliotheken in Königstädten und Bauschheim, die inzwischen von privaten Trägervereinen gemanagt werden. Weitere 31478 Euro gingen als Zuschüsse an die Trägervereine in den Stadtteilen und 126132 Euro wurden für die Erneuerung des Bestands ausgegeben.
