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Main-Spitze

Region 

Ideen für die Stadt der Zukunft

16.02.2008

Von Ralf Schuster

Projekt von EDS und Planck-Gymnasium / Jeder Schüler mit Laptop

In einer bisher einmaligen Kooperation haben Auszubildende von EDS gemeinsam mit Schülern des Max-Planck-Gymnasiums Zukunftsvisionen entwickelt, unterstützt von der Stadt und auch auf diese zugeschnitten.

Grundlage war die seit 2004 bundesweit tätige Wirtschaftsinitiative "Jugend denkt Zukunft", an der sich der im Hasengrund-Gewerbegebiet ansässige Electronic-Dienstleister erstmals beteiligte. Neun Auszubildende der EDS Operations Services GmbH wurden mit zehn Schülern aus den Politik- und Wirtschaft-Kursen ("Powi") des 11. Jahrgangs der Planck-Schule zusammengebracht. Gemeinsam mit Moderatorin Ursula Weber vom veranstaltenden Ifok-Beratungsunternehmen traf man sich eine Woche lang im Rathaus, denn auch die Wirtschaftsförderung der Stadt hatte ihre Kooperation angeboten. Gestern zeigten die jungen Leute nun in der Rotunde einem ausgewählten Publikum aus Vertretern von EDS, der Schule und der Stadtverwaltung, was sie in der Woche erarbeitet haben. "Die durften die Zukunft durchspinnen", erklärte Wolfgang Liedig von EDS zur Zielsetzung des Projekts, wobei es durchaus auch konkret um die Beschreibung von IT-Services ging, die von EDS schließlich verkauft werden. "Megatrends für die Stadt Rüsselsheim, sie für die Zukunft fit machen", diese Beschreibung lieferte Heike Lucas, bei dem IT-Dienstleister für die Ausbildung zuständig. Gestern nun führten verschiedene Arbeitsgruppen in einer fiktiven "Zukunftsmesse 2020" in Rollenspielen ihre Ideen vor. Da referierten zum Beispiel Forscher eines Zusammenschlusses mit dem Namen "Faktor X", die sich selbst gleich drei Doktortitel gaben, über das Verschwinden der Familie oder die Veränderung der Alters-Pyramide zum "Dönerspieß". Hier wurde die Nutzung moderner Technologie zum Beispiel vorgeschlagen, indem man das Einpflanzen von Zusatzspeichern in das Gehirn präsentierte. Eine andere Gruppe nahm sich als "Institut für Bildung und Forschung" die Schule der Zukunft vor: Kameras sollen den Unterricht filmen, dann kann man später von Zuhause aus auf diesen zugreifen. Alle haben einen Laptop und man arbeitet mit "eBooks" anstelle von herkömmlichen Büchern. Oberstufenschüler haben 40 Stunden Unterricht in der Woche und Nebenfächer werden in Englisch unterrichtet. Hier ergibt sich durchaus ein Schnittpunkt zur Realität: Auch am Planck-Gymnasium werden einzelne Fächer bereits in Englisch gehalten. Vorgestellt wurden dann noch eine effektive Abwärmenutzung sowie computergesteuerter Autoverkehr. Hier zeigten die jungen Leute ein automatisch gelenktes Fahrzeug, das seinen Besitzer im Falle eines Herzinfarktes automatisch in die Klinik bringt. Mit eingebaut in die Rollenspiele waren auch eine Bürgerinitiative "Bürgeralarm", die Kommentare zu den Firmenplanungen anbrachte sowie eine Redaktion, die am Schluss eine "echte" Zeitung ("klar.text") verteilte. Man habe gelernt, innovativ zu sein, resümierte einer der Azubis, Kurt Röder von der Wirtschaftsförderung versprach, die konkreten Anregungen aufzunehmen, entschuldigte im Übrigen den Oberbürgermeister, der das Projekt aber auch "sehr interessant" finde. Die Vertreter von Planck-Gymnasium, wo die Nachfrage groß war, und EDS zeigten sich gleichermaßen an einer Fortsetzung der Zusammenarbeit interessiert.

Die EDS-Auszubildenden Christian Ruppert und Maria Veltzke sowie Max-Planck-Schülerin Christina Loos (von links) als fiktive Vertreter eines Forschungsinstituts bei der Workshop-Präsentation in der Rotunde. Foto: Vollformat/Detlef Volk


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