Von Detlef Volk
Unbekannte sägen Bäume auf dem Nabu-Obstbaumgrundstück in Königstädten ab
Nur noch der Pfosten ist bei drei Bäumen auf dem Obstbaumgrundstück von Naturschutzbund (Nabu) und "Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland" (BUND) in Königstädten übrig geblieben. Unbekannte Täter haben die vor zwei Jahren gepflanzten Bäume kurz über der Erde abgesägt. Es ist ein sauberer und gerader Schnitt, denen die Apfelbäume zum Opfer fielen. Werner Muster vom BUND und Vogelwart Johannes Nitschke vom Nabu gehen deshalb von einer gezielten Aktion gegen die Naturschutzverbände aus. "Das entmutigt uns aber nicht, sondern bestärkt uns eher", sagt Muster. Die Aktion zeige ihm, dass die Naturschutzgegner keine Argumente mehr haben und noch mit Gewalt reagieren könnten. Denn einen Nutzen haben die Baumfrevler aus ihrer Aktion nicht ziehen können. Der Baum habe gerade Kinderarmdicke erreicht, tauge also nicht als Brennholz. Anzeige haben die beiden Naturschutzverbände noch nicht gestellt, wollen dies aber tun. Der materielle Schaden sei gering, Werner Muster tun vor allem die Kinder leid. Im vergangenen Jahr wurden unter großer Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen 50 Bäume in dem Gebiet südlich der Landesstraße 3482 in der Nähe des "Königstädter Waldhauses" gepflanzt. Die Bäume wurden durch Baumpatenschaften finanziert und vom BUND gepflegt. Wer für die Aktion verantwortlich sein könnte, dazu haben die beiden Männer so ihre Vermutungen. In einigen der Gärten in diesem Gebiet würden im Sommer Partys gefeiert und das Gebiet mit Fahrzeugen befahren. Auch Hundebesitzer fahren bis ins Feld, um dann ihre Tiere frei laufen zu laufen. Die Naturschützer wiesen dann immer darauf hin, dass hier kein Autoverkehr zugelassen und die Hunde angeleint werden müssten. "Das kommt bei manchen Zeitgenossen nicht gut an", so Muster.
