Pflanzaktion der Stadtwerke / Mutwillige Zerstörungen bedauert
red. "Mehr Grün für Raunheim" lautet das Ziel von Markus Hanf. Der technische Betriebsleiter der Stadtwerke möchte angesichts der vielfältigen Verkehrsbelastungen über die Natur einen Ausgleich schaffen. "Bäume liefern uns den Sauerstoff zum Atmen, und eine schöne Landschaft sorgt für Erholung." In den kommenden Wochen wird die Gärtnerkolonne der Stadtwerke ausrücken und mehr als 20 Bäume setzen. Es handelt sich um hochstämmige Arten wie Eiche, Ahorn und Platane sowie einheimische Gehölze, die bereits vier, fünf Jahre alt und etwa drei Meter hoch sind. Robuste Arten, die der Sonne, den Autoabgasen und auch dem Winterdienst trotzen. Dabei ist mancher Baum allerdings nur Ersatz für solche, die einen Schaden erlitten haben. Was Markus Hanf erbost, sind die mutwilligen Zerstörungen. Von den 30 Gehölzen, die auf dem Sainerweg im Regionalpark stehen, sind mehrere durch grobe Schnitzereien so beschädigt, dass sich die Mitarbeiter der Stadtwerke um den Erhalt sorgen. Unbekannte haben einer Linde den Stamm regelrecht abgeschält, so dass sie ersetzt werden muss. "Das Bewusstsein, dass Bäume auch Geld kosten, ist nicht sehr ausgeprägt", sagt Hanf. 700 Euro kostet im Mittel ein neuer Setzling, mit 400 Euro schlägt der Arbeitsaufwand zu Buche. "Baumfrevel ist kein Kavaliersdelikt." Jeder sei aufgefordert, solches Treiben zu unterbinden und Hinweise auf Täter an die Stadtwerke zu melden. Der Technische Betriebsleiter, der seit einem halben Jahr für die Stadtwerke arbeitet, appelliert auch an Hundebesitzer, darauf zu achten, dass ihre Vierbeiner keinen Schaden anrichten. "Leider passiert es immer wieder, dass Hunde unter Bäumen nach Mäusen wühlen dürfen und dabei die Wurzeln zerstören." Je mehr Bäume geschädigt und deshalb ersetzt werden müssen, desto weniger Geld bleibt für wirkliche Neuanpflanzungen übrig, sagt Hanf. "Wichtig ist, bestehende Grünzonen zu vernetzen, damit daraus zusammen hängende Biotope werden." Die Neuanpflanzungen im Frühjahr erfolgen daher vor allem entlang des Gebiets An der Lache und in der Haßlocher Straße. Beginnend vom Schnelser Weg wird der Bogen bis zum Fußweg nördlich der Anne-Frank-Schule geschlagen und dann weiter geführt bis zum Sportpark.
