Von Ulrich von Mengden
GEORG-AUGUST-ZINN-SCHULE Fest zugunsten der „Aktion Tagwerk“ für Projekte in Afrika
Schulfest, Flohmarkt und Verkaufsausstellung von Hobby-Kunsthandwerkern: Am Samstag war in und um die Georg-August-Zinn-Schule einiges geboten. Für die Schüler herrschte Schulpflicht. Sämtliche Aktionen dienten einem guten Zweck. Wie Schulleiterin Jutta Petersohn mitteilte, gehen die Einnahmen je zur Hälfte an die Schule und an die „Aktion Tagwerk“, die Projekte in Afrika unterstützt. Statt einen Tag lang die Arbeitskraft in Betrieben zu verschenken, wie das bei anderen Schulen der Fall ist, hatte die Schülerschaft in der Zinn-Schule lange im Vorfeld gebastelt und sich Angebote ausgedacht, die Gewinn für die gute Sache versprachen.
Bereits im Eingangsbereich duftete es lecker nach afrikanischem Hühnchen mit Couscous. Ein großes Kuchenbuffet war aufgebaut worden, an dem die Eltern die süßen Gaumenfreuden verkauften.
Um nachher die Kalorien wieder zu verbrauchen, gab es hinreichend Gelegenheit. Gemeinsam mit dem Landessportbund Hessen, der mit seinem „Sport-Fun-Spielmobil“ auf dem Schulhof parkte, lud die Schule dazu ein, sich an Geschicklichkeits- und Fitnessspielen zu beteiligen.
Stets umlagert dabei war das Balancier-Band, mit dem sich jeder - bei kleiner Mithilfe - wie ein Seiltänzer fühlen konnte. Auf reges Interesse stießen auch die afrikanischen Spiele. Deutlich wurde dabei, dass die Kinder auf diesem Kontinent nicht viel benötigen, um sich spielerisch zu beschäftigen. Für das „Kala“ reichen ein paar Samen oder Korken und etwas Erde, in die man Löcher graben kann. Mit Murmeln wurde dieses Spiel nachgestellt, ebenso wie das Zielwerfen mit dem Frisbee oder das Antreiben von Altreifen mit einem Stock. Auch die Jusogruppe Mainspitze beteiligte sich an der Betreuung der Spielstationen. Zur Belohnung durften die Nachwuchspolitiker am Sonntag den Schulhof benutzen, um das WM-Spiel Deutschland gegen Australien live zu zeigen.
Viel Applaus erhielt die Bauchtanzgruppe von Integrationshelferin Carmen Renneisen. Dutzende Foto- und Video-Objekte richteten sich auf die jungen Tänzer, die in Kostüm und Maske Themen aus dem Musical „Cats“ vorführten.
Wer Glück hatte, der konnte bei einer Tombola, die das örtliche Gewerbe unterstützt hatte, interessante Preise gewinnen. Passend zur Fußballweltmeisterschaft wartete ein Ball als Hauptpreis. Garantiert wurde dabei, dass dieser ohne Kinderarbeit und Lohndumping hergestellt wurde. Dass billig eben nicht gleich gut ist, darüber klärte eine Informationstafel auf, die Arbeits- und Produktionsverhältnisse in afrikanischen Staaten vorstellte.
Nützliche Dinge aus Holz boten die Schüler zum Verkauf an. Wer durch das Erdgeschoss bummelte, sah sich der bunten Welt der Hobby-Kunsthandwerker gegenüber. Hier fanden die Gäste den ultimativen Schnickschnack zur Verschönerung ihrer Wohnstätten und wurden beim ausgefallensten Nippes fündig. Der letzte Schrei dabei die aufwendig verzierten Streichholzschachteln, die als Miniatur-Aufbewahrungsbox herhalten konnten.
