Harter Sound im „heißen Herbst“
29.11.2010 - WICKER
Von Dieter Ackermann-Girschik
ROCKNACHT Zwei Coverbands spielen auf Einladung der „Kradfahrer Felzünd“ in der Wickerer Turnhalle
Die Biker der Flörsheimer „Kradfahrer Felzünd“ hatten sich und ihren Freunden einen „heißen Herbst“ 2010 versprochen. Unter dieser Überschrift feierten sie, wie angekündigt, am Samstagabend in der alten Wickerer Turnhalle als ein Höhepunkt der von ihnen auf Temperatur gebrachten Jahreszeit, nun eine begeisternde Rocknacht mit zwei Cover-Bands, die dort ihrem guten Ruf alle Ehre machten.
Knapp 300 Konzertgäste ließen sich von „The Mones“ und „Mad Zeppelin“ bei dem Konzert in Stimmung bringen, die ihre Vorbilder jeweils im Namen tragen - die legendäre Punkrockband „Ramones“ und die Superrocker von „Led Zeppelin“. Und wie es sich für ein von Bikern organisiertes und dem zufolge von reichlich gestandenen Kerlen besuchtes Konzert gehört, das manche erst lange nach Mitternacht beendeten, sandten die beiden Gruppen ihren Sound mit ordentlich PS durch die Akustikanlage. Ebenso dem Rahmen entsprechend cool, vielfach nahezu reglos mit dem Bierchen in der Hand, genossen die männlichen Konzertgäste den ihnen dargebrachten Rock und Punkrock aus den 1970er Jahren. Wobei an Gestik und Körpersprache der Frauen im Publikum teils deutlich abzulesen war, dass vor allem die Herren unter den Gästen den harten Sound der Bands genossen.
Aus Krankheitsgründen abgesagen mussten bei der Rocknacht allerdings die als „Special Guests“ angekündigte Groß-Gerauer Nachwuchsband „Black Mosquitos“, deren Namen der Überraschung wegen im Vorfeld von den Veranstaltern allerdings nicht verraten wurde. Die Band sei aus einem Schulbandprojekt in Groß-Gerau hervor gegangen und habe sich mit ihren bisherigen Auftritten bereits zahlreiche Freunde unter den Bikern in der Region gemacht, sagte Jürgen Stahlke, Schriftführer und Pressesprecher der „Kradfahrer Felzünd“. Deshalb habe man den jungen Musikern auch bei der Rocknacht jetzt Gelegenheit zum Auftreten geben wollen. Da aber sowohl die Schlagzeugerin als auch der Gitarrist der Band kurzfristig erkrankt seien, habe dieser dritte Act leider ausfallen müssen.
Gleichwohl zog Stahlke eine durchweg positive Bilanz der Rocknacht. Die Stimmung sei „grandios“ gewesen. Und mit der Zahl der Besucher seien sie durchweg zufrieden, auch wenn sie sich natürlich immer noch mehr Gäste wünschten.
