Das Knie von innen betrachten
06.09.2010 - FLÖRSHEIM
MARIENKRANKENHAUS Tag der offenen Tür / Auch frühere Patienten zu Gast
(wek). Interessante Einblicke in die Abläufe und Informationen rund um das Thema Gesundheit bot das Flörsheimer Marienkrankenhaus beim Tag der offenen Tür am Samstag an, für den sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger interessierten.
„Wie sieht eine Knie- und Hüftprothese aus?“ und „Kniespiegelung“, so lauteten zwei Angebote, über die Orthopäde Dr. Thomas Sennerich Auskunft gab. So wurde nicht nur demonstriert, sondern konnte auch selbst ausprobiert werden, wie das Knie während einer Operation mit einer Kamera begutachtet wird.
Daneben zeigte Sennerich, der im Jahr je rund 50 Knie- und Hüftoperationen vornimmt, wie solche Prothesen aussehen. Denn Möglichkeiten hat der Arzt zum Zeigen wenige: „Eine Knieprothese kostet zwischen 2 000 und 3 000 Euro. Einmal ausgepackt, kann sie nicht mehr für eine Operation verwendet werden.“
Daher freute sich der Orthopäde, dass er den Besuchern die Thematik „greifbar und begreifbar“ machen konnte. Außerdem besuchten ihn am Samstag frühere Patienten, denen er ihre eingesetzte Prothese am Modell zeigte und erklärte.
Medizin zum Anfassen gab es zu weiteren Themen. Zum Beispiel drehte sich im vierten Stock alles um die „4D Wirbelsäulen- und Haltungsanalyse“ anhand modernster Videotechnik. Chirurg Martin Wiese erklärte zum Thema Endoskopische Bauch-OP „was man in einem Bauch so alles findet“.
Wem das zu viel für die Nerven war, ließ einfach vom Pflegepersonal seinen Blutdruck messen, den Blutzucker bestimmen oder vom Sanitätshaus eine Fußdruck- und Venenvermessung vornehmen.
Neben den Vorführungen sind verschiedene Vorträge angeboten worden. Die Besucher wurden dabei über die Themen „Strahlentherapie bei schmerzhaften Arthrosen“, „Alzheimer und Demenz“ sowie „Klassische Naturheilkunde“ informiert.
„In den letzten Jahren hat sich im Krankenhaus viel getan. Wir wollen den Tag der offenen Tür anbieten, um den Leuten das Leistungsspektrum zu zeigen und damit sie das Haus kennenlernen“, erklärte Verwaltungsleiterin Schwester Lucina Weiss. Der letzte Tag der offenen Tür fand übrigens vor vier Jahren statt.
Ein Rahmenprogramm ergänzte das medizinische Informationsangebot. Bei einer Tombola war Glück gefragt, die Cafeteria sorgte für das leibliche Wohl und im Garten warteten Spiele für die kleineren Besucher.
